Eine schwierige Saison neigt sich für die regionalen Anbauer von Erdbeeren dem Ende entgegen. Nachtfröste haben viele der sehr temperaturempfindlichen Erdbeerblüten zerstört und die Ernte stark beeinträchtigt. Sobald die Temperaturen in den Minus-Bereich rutschen, stirbt alles ab, auch Blüten, die noch gar nicht offen sind. "Bei uns sind 70 Prozent der zweijährigen Erdbeerpflanzen erfroren", berichtet beispielsweise Johannes Schuster vom Erdbeerhof Schuster bei Pödeldorf.

Auf den Frost folgte die Trockenheit, so dass die Erdbeeren bewässert werden mussten. Folglich waren Schuster und seine Kollegen knapp mit Früchten, während die Nachfrage gleichbleibend groß war. Deshalb musste das Erdbeerfeld tageweise geschlossen werden.

"Jetzt zum Ende der Saison gibt es wieder sehr schöne Erdbeeren", erzählt Schuster. Dabei handle es sich um Spätsorten, die von den Nachtfrösten verschont geblieben sind. So sei auch die Mieze Nova, eine Gourmet-Erdbeere, für die Kenner weite Anfahrtswege in Kauf nehmen, wieder zu haben.

Auf dem Pödeldorfer Erdbeerhof kann noch bis zum Wochenende geerntet werden. Die verschiedenen Sorten auf rund 3,5 Hektar müssen von den Kunden selbst gepflückt werden (geöffnet ab 8 Uhr, weitere Infos auf www.erdbeerhof-schuster.de). Mitnehmen können die Gäste auch Rezeptideen für die süßen Früchte. Chef Johannes Schuster schwärmt für Erdbeerkuchen in allen Varianten. Das "Rezept des Jahres" ist für ihn ein Erdbeerkuchen mit Knusperboden.

Für Hobby-Anbauer hat er noch einen Tipp für die nächsten Wochen: Wenn die Erdbeerernte vorbei ist, kann man mit dem Rasenmäher über die Pflanzen fahren.

"Er muss so hoch eingestellt sein, dass das Herz der Beeren nicht verletzt wird. Auf diese Weise verschwindet alles Unkraut und die Erdbeeren treiben neu heraus", erklärt er. Im größeren Rahmen machen die Schusters das auf ihrem Erdbeerfeld mit einem Mulcher.