Seit Jahren investiert die Stadt in ihre Kitas, saniert, erweitert und baut neu. "Irgendwann denkt man, müsste man fertig sein", sagt Bürgermeister Marco Steiner (FW). Doch immer wieder kommt es anders, wächst der Bedarf. Gerade wird der Lienhard-Fuchs-Kindergarten um einen Anbau erweitert. Auch das wird nicht das Ende sein.

Wie in vielen Kommunen ist es in Rödental vor allem die stark gestiegene Nachfrage nach Krippenplätzen, die zum Investieren zwingt. 30 Krippenplätze bietet der neue Trakt des Lienhard-Fuchs-Kindergartens, der gerade im Bau ist, nach seiner Fertigstellung. Zurzeit sind zwei Gruppen der Einrichtung ausgelagert. Ist der Bau fertig, kann eine wieder zurückgeholt werden. Die Gruppe, die im benachbarten Seniorenheim untergebracht ist, wird dort aber weiter bleiben. Das ist gut möglich, weil beide Einrichtungen in der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) liegen. "Insgesamt haben wir dann Platz für 155 Kinder", sagt die Leiterin der Kita, Marion Hermannsdörfer. Sorgen, dass die Erweiterung ihr Team überfordert, hat sie nicht. "Aktuell suchen wir auch Verstärkung", sagt sie. Und bisher wurde die auch immer gefunden, wenn Stellen ausgeschrieben wurden.

Dass der Erweiterungsbau rund 1,2 Millionen Euro kosten wird, ist bekannt. Wie hoch die Unterstützung durch staatliche Fördergelder ausfallen wird, ist dagegen noch nicht gewiss. "Wir haben eine Förderzusage und der vorzeitige Baubeginn ist auch genehmigt", sagt Marco Steiner. Er hofft dass die Förderung nah an eine Million Euro heranreichen wird.

Der Anbau wird in massiver Bauweise ausgeführt, die sich in das Bild der bestehenden Gebäudeteile einfügt, erklärt Architekt Christian Wutke. Im Grunde ist der Anbau autonom, er wird aber an das bestehende Gebäude angebunden sein. Sein Kollege Markus Hanisch betont: "Wir arbeiten mit regionalen Firmen, die wir kennen und von denen wir wissen, dass wir gut mit ihnen zusammenarbeiten können. Die am weitesten entfernte Firma kommt aus einem Nachbarlandkreis", für ihn ein Grund, dass der Bau sowohl im Zeit- wie auch im Kostenrahmen plangerecht läuft. Im Herbst sollen die beiden Gruppen in den Anbau einziehen können. "Das Ziel ist natürlich, dass es mit Beginn des neuen Schul- und Kindergartenjahres klappt. Aber es ist auch möglich, eine Zeit noch zu überbrücken, wenn es nicht ganz klappt", sagt Marko Steiner. "Wenn uns nichts dazwischenkommt, dann sollte es zu schaffen sein", ist Christian Wutke zuversichtlich.

Bis dahin wird der Betrieb im Lienhard-Fuchs-Kindergarten noch mit der Baustelle leben müssen. Doch das ist für Marion Hermannsdörfer kein großes Problem: "Die Krippenkinder schlafen sogar sehr gut, wenn nebenann die Rüttelmaschine geht", sagt sie.