Die Einweihung des Lehrfriedhofs (siehe auch Bericht oben) nahm Regionalbischöfin Dorothea Greiner vor. Sie betonte, dass die Regeneration der Schöpfung ureigenstes Anliegen für Christen ist, die an Gott als Schöpfer und Erhalter dieser Welt glauben. "Wir können unseren Gott doch mit seinen Zielen nicht alleine lassen."

Der "Lehrfriedhof für Artenvielfalt der Schöpfung" in Rugendorf sei einzigartig in Deutschland. "Wir wollen Impulse geben für Kommunen und Kirchengemeinden zur schöpfungsgemäßen, naturnahen Umgestaltung ihres Friedhofs. Denn Friedhöfe haben oft gar keinen weiten Weg, um Oasen für Pflanzen und Tiere zu werden, so dass sich seltene Pflanzen und Tiere wieder ansiedeln - solche, die wir vielleicht schon lange nicht mehr gesehen haben", erklärte Greiner.

Das Projekt habe drei Motoren: das Planungsbüro für angewandten Naturschutz in München, die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und den kirchlichen Verein "Schöpfung bewahren konkret".

Sie räumte aber zugleich ein: "Vielleicht gibt es auch Skeptiker, denn Friedhöfe, die gemäß den Kriterien des Projekts umgestaltet werden, entsprechen manchen Ordnungsvorstellungen nicht mehr. Dass da nun in einem Teil der Fläche kein englischer Rasen grünt, sondern eine oberfränkische Wiese blüht, entspricht nicht jedem Schönheitsideal. Und dass die noch dazu auch nicht gemäht wird, könnten manche als Faulheit oder Schlamperei verstehen." red