Der Antrag der SPD, in Marktschorgast eine Seniorenbegegnungsstätte mit Schwerpunkt "Gegen die Einsamkeit" zu schaffen, wurde in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend von allen Fraktionen begrüßt.

Wie Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) mitteilte, habe die SPD in ihrer Eingabe auf Gespräche mit älteren Mitmenschen in der Gemeinde verwiesen, bei denen herausgekommen sei, dass sich sehr viele Senioren allein fühlen und wenige Kontakt zu ihren Mitmenschen haben. In dem Antrag der SPD hieß es weiter: "Wir stehen alle in der Verantwortung, unseren älteren Mitbürgern dabei zu helfen, gemeinsam dieses Einsamkeitsproblem zu lösen. Jeder könnte einmal von Einsamkeit und Isolation betroffen sein."

Nach Ansicht der SPD muss es das Ziel sein, in Begegnungsstätten den Kontakt zwischen alten Menschen und der jungen Generation zu fördern. Die Marktgemeinde sollte daher die Initiative ergreifen und einen Seniorentreff mit professioneller Leitung und finanzieller Unterstützung nach dem Vorbild des bereits bestehenden Jugendtreffs einrichten. Dabei müssten selbstverständlich die bestehenden Angebote der Kirchen und Vereine in die Überlegungen mit einbezogen werden.

"Es wäre eine vorbildliche Aktion, wenn der Marktgemeinderat sich mit der Thematik befassen und durch einen positiven Bescheid auch die ältere Generation in den Blickpunkt gesellschaftlicher Verantwortung rücken würde", sagte SPD-Fraktionschef Nikolaus Ott.

Im Namen der CSU-Fraktion hielt Marc Benker den Antrag für gut. Es sei eine spannende und interessante Aufgabe, die aber mit den Senioren entwickelt werden müsse, bevor der Marktgemeinderat Entscheidungen treffe. "Wir wollen ein Haus, das lebendig ist und in dem die Senioren am Leben teilnehmen können."

Benker schlug vor, den Antrag in den zuständigen Ausschuss zu verweisen und nach den Kommunalwahlen weitere Schritte vorzunehmen.

Auch die Freien Wähler werden sich nach den Worten von Dieter Schiphorst dem Thema nicht verschließen. Es müssten aber auch die bestehenden Angebote wie der katholische Seniorentreff in die weiteren Überlegungen eingebunden werden.

Nikolaus Ott kam für die SPD zum Ergebnis: "Es tut gut, wenn die Kollegen diesen Antrag unterstützen. Mit Frau Havenith haben wir eine fachliche Hilfe mit guten Ansätzen." Die Seniorenarbeit sah Ott als eine wichtige, soziale Aufgabe an und hier müsse der neue Gemeinderat die Weichen stellen.

Zur Kenntnis nahm das Gremium den Tätigkeitsbericht der Feuerwehr Marktschorgast, den Kommandant Jürgen Gampert erstellt hatte. Danach wurde die Wehr im vergangenen Jahr zu 60 Einsätzen gerufen, die 969 Einsatzstunden erforderten. Hinzu kamen 69 Übungen mit knapp 1100 Stunden.

Für die Baumaßnahme am katholischen Friedhof gewährte der Gemeinderat eine pauschale Kostenübernahme von 52 000 Euro. Insgesamt betrugen die Kosten einschließlich der Eigenleistungen 84 883 Euro. Nachdem das Bestattungswesen grundsätzlich Aufgabe der Kommunen ist, hatte die Katholische Kirchenstiftung den Antrag auf Kostenübernahme gestellt.

Keine Beeinträchtigungen werden in der Bauleitplanung der Nachbargemeinde Himmelkron für die Gemeinde Marktschorgast gesehen.

Bürgermeister Hans Tischhöfer verwies noch auf die bevorstehende Großbaustelle auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Marktschorgast und Himmelkron, die am 2. März beginnen und Einschränkungen zur Folge haben wird.