Die Polizeiinspektion in Haßfurt zieht nach drei Tagen Zeiler Altstadt-Weinfest "insgesamt eine positive Bilanz". Als Einsatzschwerpunkt kristallisierte sich der erste Tag heraus. Am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag mussten Beamte mehrfach einschreiten, wie die Dienststelle in Haßfurt mitteilte. Der zweite und der dritte Tag, Sonntag und Montag, verliefen laut Polizeiangaben dagegen "freundlicherweise ohne polizeirelevante Zwischenfälle".
Am Samstagabend gegen 21 Uhr kam es zu einer gegenseitigen Körperverletzung, als ein junger Mann auf einer Sitzbank saß und von zwei vorbeilaufenden jungen Männern "dumm" angesprochen wurde. Die beiden Angreifer gingen gemeinschaftlich auf den Jugendlichen los und schlugen ihn, wobei er sich wehrte und zurückschlug.
Der Attackierte wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst in das Krankenhaus nach Haßfurt gebracht. Einer der beiden Beschuldigten erlitt eine Platzwunde im Gesicht. Beim Transport auf die Polizeidienststelle verhielt sich der verletzte Angreifer laut Polizei "äußerst unkooperativ, verbal laut und beleidigte mehrfach die zwei eingesetzten Beamten".
Wenig später wurde die Polizei vom Roten Kreuz darauf aufmerksam gemacht, dass ein 29-Jähriger aus dem Raum Nürnberg durch einen vorerst Unbekannten mit dem Bierkrug ins Gesicht geschlagen wurde. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bestätigte den Vorfall.
Kurze Zeit später wurde der Verdächtige im Tatortbereich erneut gesehen und konnte vorläufig festgenommen werden. Dabei beleidigte der 22-Jährige die eingesetzten Polizeibeamten mehrmals.
Zu einer weiteren Körperverletzung kam es in der Nacht zum Sonntag gegen 1.30 Uhr. Dabei wollte ein 18-Jähriger einen 19-Jährigen schlagen. Dies wollte ein anderer 18-Jähriger verhindern und ging zwischen die beiden Streitenden. Bei dem "Einsatz" erhielt der Schlichter zwei Faustschläge ins Gesicht.


Zufrieden und erleichtert

Insgesamt sprach die Polizei beim Zeiler Altstadt-Weinfest sechs Platzverweise aus. Angesichts von mehreren Zehntausend Besuchern sind die Polizei wie auch die Stadt und der veranstaltende Förderkreis mit der Sicherheitslage beim Weinfest zufrieden - und auch erleichtert, dass keine besonders schlimmen Vorkommnisse zu verzeichnen waren, wie es sie in früheren Jahren teilweise gegeben hat.
Der Förderkreis führt dieses Ergebnis auch auf die funktionierende Kooperation der für die Sicherheit zuständigen Organisationen zurück. Thomas Fensel, der Geschäftsführer des Förderkreises, lobte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung die Zusammenarbeit der Polizei, des Roten Kreuzes sowie der Feuerwehr und des privaten Sicherheitsdienstes mit der Festleitung als "sehr angenehm". Bewährt haben sich nach seiner Darstellung vor allem die täglichen Sicherheits-Meetings abends. ks