Bernhard Panzer Es war im Vorfeld der letzten Sitzung des Finanzausschusses, als Bürgermeister German Hacker eine Ankündigung äußerte. Im Zuge der demnächst anstehenden Haushaltsberatungen für 2021 müsse auch darüber nachgedacht werden, die sogenannte Bäcker- oder Brötchentaste zu opfern. Also: Die erste kostenlose halbe Stunde Parken würde es nicht mehr geben. Der FT berichtete am 10. Oktober ("Parkplätze sollen teurer werden - Bäckertaste auf dem Prüfstand").

In der Sitzung dann keimte erster Widerstand gegen das Vorhaben, sogar aus den eigenen Reihen. SPD-Fraktionsvorsitzender Holger Auernheimer hatte verdeutlicht: "Einen Wegfall der Bäckertaste können wir uns in Herzogenaurach nicht vorstellen"). Nachdem der Bürgermeister in dieser Sitzung "die Katze aus dem Sack gelassen hat", melden sich die Freien Wähler jetzt mit einer Stellungnahme zum Thema zu Wort.

Anregung der Freien Wähler

Manfred Welker verdeutlicht in der kurzen Pressemitteilung, dass ihm der Erhalt der Brötchentaste am Herzen liegt: "Die Freien Wähler setzen sich dafür ein, auch in Zukunft den Besuchern der Innenstadt zu ermöglichen, 30 Minuten ohne Gebühren parken zu können", heißt es wörtlich. Und weiter: " Das sollte es den Verantwortlichen auch wert sein, die Innenstadt von Herzogenaurach interessant für Besucher zu machen."

Denn für die vier Stadträte der FW-Fraktion wird mit dieser Einrichtung den Kunden erleichtert, für kurze Besorgungen in die Innenstadt zu kommen. "Die Kaufkraft bleibt in der Innenstadt", wird betont. Auch wird darauf verwiesen, dass die Brötchentaste auf eine Anregung der Freien Wähler Herzogenaurach zurückgeht. Kunden in der Innenstadt können durch diese Einrichtung die ersten 30 Minuten ohne Gebühren parken.

Welker stellte des Weiteren fest, dass die Beibehaltung auch in Zeiten des Sparzwangs gelten solle. Denn: "Im Gegensatz zu Herzogenaurach gehen manche Städte einen anderen Weg. Um die Kaufkraft in den Städten zu halten, schaffen sie Parkgebühren komplett ab." Darunter seien auch welche, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht.