Forchheim — Der Kontakt mit Ihnen, liebe Leser und Abonnenten des Fränkischen Tags, ist heute so einfach und auf so vielfältige Art und Weise möglich. Wir, die Redakteure, sind per Telefon, per Fax, per E-Mail, mit einer Nachricht auf unserer Homepage infranken.de oder über unseren Facebook-Auftritt zu erreichen. Und natürlich auch ganz klassisch mit einem Brief oder einer Postkarte. Aber am angenehmsten ist doch immer der direkte Kontakt, das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Deshalb lädt der Fränkische Tag am Mittwoch, 28. Januar, von 10 bis 12 Uhr wieder zum Redaktionsfrühstück in seine Räumlichkeiten am Kolpingsplatz 8 ein. Diesmal gibt es Weißwürste vom Angushof Dittrich in Rüssenbach und dazu Brezeln der Bäckerei Pfister aus Burk (beides solange der Vorrat reicht).
Wir freuen uns auf viele Gäste und gute Gespräche. Austauschen wollen wir uns mit Ihnen vor allem über unser neues Projekt "Leserthema" sowie über die"Gemeindeseiten" auf infran ken.de, die vor allem Vereinen aber auch den Kommunen und anderen öffentlichen Einrichtungen die Möglichkeit bietet, ihre Anliegen online einer breiteren Leserschaft nahezubringen. Was noch alles hinter diesen beiden Themen steckt, erklärt Chefredakteur Frank Förtsch im Interview.

Was hat es mit der Idee des "Leserthemas" auf sich?
Frank Förtsch: Jedes Unternehmen erfüllt mit seinen Produkten Anforderungen und Wünsche seiner Kunden. Unsere Kunden sind die Leserinnen und Leser. Unsere Produkte sind die Tageszeitung und digitale Angebote - E-Paper, das Portal infranken.de oder verschiedene Apps. Natürlich streben auch wir danach, dass unsere Produkte unseren Kunden zusagen: Inhalte mit hoher Relevanz und großer Aktualität. Hierzu gibt es ein breites Spektrum an - auch wissenschaftlicher - Leserforschung. Wir möchten diese Erkenntnisse auch anreichern, indem wir unsere Leserinnen und Leser in Themenauswahl und Themensetzung einbinden.
War es für Leser bislang nicht möglich, Ihre Anliegen an die Redaktion heranzutragen?
Natürlich konnten sich die Leser schon bisher an die Redaktion wenden. Und haben dies auch getan. Wir möchten mit dem Projekt die Leser noch einmal ausdrücklich ermuntern, dies zu tun und uns ihre Meinung zu sagen. Der Dialog, der Austausch mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig.

In welcher Form können Themen gemeldet werden?
Wir bieten zum einen an, dass unsere Leser per Telefon oder per Online-Abstimmung eine Auswahl treffen aus verschiedenen regionalen Themen. Das gewählte Schwerpunktthema bereiten wir dann im überregionalen Teil der Zeitung umfassend auf. Vor einigen Tagen konnte abgestimmt werden zwischen den Themen "Massentierhaltung", "Facebook und Ehrenamt" und "Pflege-Notstand?". Zum anderen bitten wir unsere Leser, uns Themen aus ihrem direkten Umfeld, aus ihrem Ort, ihrer Gemeinde, ihrem Landkreis zu nennen.

Wird jede vorgeschlagene
Geschichte auch aufgegriffen?
Nein. Wir werden - wie bei Themen, die wir selbst angehen möchten - zunächst recherchieren. Unsere Aufgabe ist es, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, mehrere Quellen zu befragen. Das Leserthema ist also zum Beispiel kein Forum, einen Nachbarschaftsstreit nur von einer Warte aus zu erzählen. Wird uns ein solcher geschildert, dann werden wir - journalistisch sauber - auch die Gegenseite(n) hören und erst dann über eine Berichterstattung entscheiden.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die ein Thema erfüllen muss, um in der Zeitung zu landen?
In der Regel gilt: Eine Berichterstattung muss von öffentlichem Interesse sein. Und: Natürlich haben Beleidigungen keinen Platz. Ideal ist es, wenn das Thema möglichst viele Leser interessiert.

Ein weiteres Thema des Frühstücks sollen die Gemeindeseiten auf in franken.de sein. Was ist darunter zu verstehen?
Wir bieten auf unserem Portal ein Forum, in dem Gemeinden, Vereine und Verbände ihre Informationen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Auf unser Portal wird monatlich millionenfach zugegriffen: eine interessante Reichweite also auch für sublokale Inhalte. Während der Platz in der Tageszeitung begrenzt ist, kennt das Netz diese Grenzen nicht.

Wer darf seine Inhalte auf die Gemeindeseite laden?
Prinzipiell darf jeder Inhalte auf den Gemeindeseiten veröffentlichen. Voraussetzung, um Artikel schreiben, Bildergalerien erstellen und Vereine etc. anlegen zu können, ist allerdings, dass der Nutzer auf infranken.de angemeldet ist. Wer noch keinen Zugang für infranken.de besitzt, muss zunächst die Erstanmeldung durchführen. Dies geht einfach und schnell, da nur Benutzername und Passwort festgelegt sowie die E-Mail-Adresse angegeben werden müssen. Besonders viele Funktionen stehen für Vereine und öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Rathäuser, Schulen, Kirchen, zur Verfügung. Diese können nicht nur regelmäßig selbst Nachrichten und Fotos veröffentlichen, sondern zum Beispiel auch über eine Pinnwand mit ihren Mitgliedern kommunizieren.

Das Gespräch führte
Michael Memmel