Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zum Flächennutzungs- und Einwände zum Bebauungsplan "Photovoltaik am Häuslein" bildeten den Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung in Ramsthal. Während es bei den meisten Rückmeldungen um formelle Angelegenheiten ging, die in den Plänen erfasst werden sollten, gab es Einwände von drei Seiten.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und der Bauernverband lehnen die Planung ab, weil nach deren Ansicht hochwertige landwirtschaftliche Flächen der Nutzung entzogen werden. Die Gemeinde Sulzthal spricht sich wegen des Landschaftsverbrauchs und des veränderten Landschaftsbilds gegen das Projekt aus. Der Gemeinderat nahm die Stellungnahmen und Einwände zur Kenntnis und beschloss, den Flächennutzungsplan zur Genehmigung beim Landratsamt einzureichen. Der Bebauungsplan wird als Satzung beschlossen und tritt mit der erfolgten Genehmigung des Flächennutzungsplans in Kraft.

Für den Urbanusweg 17 und 17a wurde dem Gemeinderat ein Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage zur Genehmigung vorgelegt. Verbunden mit dem Bauantrag, wurden Abweichungen zum Bebauungsplan hinsichtlich Dachform, Dachneigung, Farbe der Dacheindeckung und Höhe der Kellerdecke zum Straßenniveau beantragt. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu. In der Siedlung 23 soll eine bisherige Garage nun gewerblich als Kaffeerösterei genutzt werden. Auch dies befürwortete der Rat.

Auf Anregungen von Bürgern soll die beschädigte Ölbergstation auf dem Friedhof restauriert werden. Die Gemeinde will dieses Vorhaben aufgreifen und hat zu erwartende Kosten von 4400 Euro ermittelt. Es gibt Spender, die einen Teil der Kosten übernehmen wollen. Die Gemeinde erteilt den Auftrag vorbehaltlich einer Förderzusage seitens der Denkmalschutzbehörde.

Hinsichtlich des Interesses am Anschluss an eine Gasversorgung hat die Gemeinde eine Befragung durchgeführt. Die Stadtwerke Bad Kissingen planen, Ramsthal an des Versorgungsnetz anzuschließen. Von rund 250 Haushalten hatten 92 an der Befragung teilgenommen. Davon signalisierten 46 Interesse und 46 gaben keinen Bedarf an. Die Gemeinde wird das Ergebnis an die Stadtwerke weitergeben und mit dem Unternehmen in Kontakt bleiben.

Freudige Nachrichten

Erfreuliches konnte Bürgermeister Rainer Morper (ABB-Interessengemeinschaft) aus dem Bereich der Gemeindefinanzen vermelden. Im kürzlich verabschiedeten Haushaltsplan 2020 war man noch von einem Minus von 40 000 Euro im Bereich der Gewerbesteuer ausgegangen. Durch staatliche Ausgleichsmaßnahmen kann die Gemeinde nun mit Einnahmen von 202 000 Euro planen. Auch bei der Einkommensteuerbeteiligung konnte die Planzahl von 448 000 Euro auf 563 000 Euro nach oben korrigiert werden.

Gemeinderat Stefan Sixt (CSU-Wählergruppe), der auch Gemeindearbeiter ist, kritisierte die Parksituation im Ort im Hinblick auf das Schneeräumen. Besonders erwähnte er die Siedlung. Auch wenn nach der Straßenverkehrsordnung auf beiden Seiten geparkt werden dürfe, schaffe dies beim Passieren mit dem Schneepflug erhebliche Probleme. Er bittet die Anwohner, das Parken auf die talseitige Straßenseite zu beschränken. Bei anhaltenden Problemen erwägt der Rat, eine einseitige Parkregelung festzulegen.