Am Mittwoch, 27. April, hat der "Baunacher Nachhaltigkeitstag" Premiere. Es geht darum, jungen Menschen, vorrangig Schülern, zu zeigen, warum Natur so wichtig ist und wie das oftmals komplizierte Ökosystem funktioniert. Heuer geht es um Bienen und Insekten.
Eröffnet wird der Nachhaltigkeitstag um 9.15 Uhr mit drei Schulprojekten. Ab 14 Uhr startet das Familienprogramm, um 15 Uhr gibt es Kindertheater "Die kleine Hummel Bommel", um 19 Uhr informiert ein Film über die Gefährdung der Bienen, ab 20.30 Uhr beantwortet eine Podiumsdiskussion Fragen rund um Bienen und Honig.
Einen Vorgeschmack auf den Nachhaltigkeitstag gab es bereits im Obleyhof. Dort überreichten Ilona Munique und Reinhold Burger von der Initiative bienen-leben-in-bamberg.de die Urkunde über eine Bienenpatenschaft an die Stadtbücherei. Von dieser profitieren auch die Schüler, denn die Patenschaft ermöglicht Unterricht der Bamberger Schulbiene für Zweitkläßler der Grundschulen Baunach und Reckendorf.
Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch referierte über "Bienenfreundliche Blumen in Garten, Balkon und Natur". Sie motivierte, Gärten naturnah zu gestalten. Es gelte, auf heimische Pflanzen und Gehölze zu setzen und Nistgelegenheiten für Wildbienen zu schaffen. Als Negativbeispiel nannte sie die Forsythie: Die Blüten enthalten wenig Nektar, lösen bei Hummeln aber einen starken Farbreiz aus. Die Folge: Die Tiere fliegen immer wieder an, verbrauchen viel Energie und ermüden ohne Erfolg bei der Nahrungssuche. Ihre Favoriten hingegen seien Wildblumenmischungen anstatt eines Zierrasens. Außerdem zeigte Kleimisch in ihrer Präsentation Lavendel, Weidensträucher wie die Sal-Weide, Weißdorn, Linden, Quitten, Königskerzen, Fingerhut, Engelwurz, Kugeldisten und botanische Tulpen. Ziel eines naturnahen Gartens müsse es sein, möglichst unterschiedliche Lebensräume anzubieten. Wie bei vielem anderen gelte auch hier: "Die Mischung macht's."