"Kommunalpolitik in Coburg kann richtig Spaß machen", freute sich Stadträtin Petra Schneider in ihrem Jahresbericht als Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Coburg/Südost. "Die SPD in Coburg hat die Macher, und das werden wir auch in Zukunft immer wieder unter Beweis stellen."
Schneider stellte aber auch die Frage, ob die gegenwärtigen Parteistrukturen noch für heutige Ansprüche passend seien. "Machen Ortsvereine noch Sinn?"
Dritter Bürgermeister Thomas Nowak betonte, dass nach der Aufnahme von Flüchtlingen die Integration folgen müsse. Dazu gehöre zunächst das Erlernen der deutschen Sprache. Dazu gehöre aber auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, dabei erwähnte er auch die Bereiche Sport und Kultur.
Als aktuelle Aufgaben, Herausforderungen und Projekte nannte Nowak das Bildungshaus Lutherschule, die soziale Stadt Wüstenahorn, die Fortschreibung von Integrationsplan und Pflegebedarfsplanung. Auf seinem persönlichen Wunschzettel stehe auch ein Reichtums- und Armutsbericht für die Stadt Coburg. Nowak verkniff sich auch den Hinweis nicht, dass die Stadt Coburg als Körperschaft des öffentlichen Rechts eben kein privates Unternehmen sei. Da tauge die Konsultation einer wirtschaftsorientierten, privaten Unternehmensberatung nicht unbedingt dazu, für ein Gemeinwesen die richtigen Prioritäten zu setzen.
Die Neuwahlen bestätigten Petra Schneider als Vorsitzende der Sozialdemokraten in den Stadtteilen Ketschendorf und Stets am Bach. Ihre Stellvertreter sind Karlheinz Lindner und Jürgen Rembiak. Um die Kasse kümmert sich Rita Lindner. Schriftführerin bleibt Doris Ludwig. Beisitzer sind Angela Balzereit, Werner Bauer, Hellmut Deffner, Winfried Züger und Bettina Lesch-Lasaridis. Die Kasse prüfen Roswitha Bauer und Günther Meyer.
Zwei Mitglieder feierten ihre lange Zugehörigkeit zu den Sozialdemokraten. Seit 30 Jahren ist Roswitha Bauer SPD-Mitglied, 20 Jahre sind es bei Dominik Schreiber. mako