Für die Ausführungen der Staatsministerin Michaela Kaniber gab es Zuspruch von allen Seiten. Die beiden Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner und Martin Schöffel sowie Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (alle CSU) bekundeten, dass es nicht immer einfach sei, die Interessen und Bedürfnisse vor Ort bei der Regierung durchzusetzen. Der Ministerin dankten sie für ihr großes Engagement. "Dort, wo es Probleme gibt, da hört man zu, man analysiert und da findet man gute Lösungen", würdigte Baumgärtner. Er rief dazu auf, bisweilen beispielsweise beim Verschicken von Wutbriefen sorgsamer miteinander umzugehen; mache doch der Ton manchmal die Musik.

Dass eine Ministerin eine solch lange Fahrtstrecke auf sich nehme, um sich von der Situation vor Ort zu überzeugen, sei, so Zeulner, keine Selbstverständlichkeit. Martin Schöffel freute sich über dieses so hoffnungsvolle Signal der Ermutigung, das Zeit für den Waldumbau gebe.

Dem konnten sich die Landräte Klaus Löffler aus Kronach, Oliver Bär aus Hof (beide CSU) sowie Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) aus Kulmbach nur anschließen.

Mit den Zuschüssen gebe man den Waldbauern eine Perspektive, würdigte Löffler. Bär erachtete die Hilfe als einen von mehreren wichtigen Bausteinen, während sich Söllner dankbar zeigte, dass der gestartete Hilferuf nicht verhallt, sondern sofort angegangen worden sei.

Wolfgang Schultheiß, Erster Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken, hatte im April mit einem offenen Brief an die Ministerin auf die nicht mehr haltbaren Zustände in den fränkischen Wäldern aufmerksam gemacht. Die Maßnahmen gingen für ihn, wie er bekundete, in die richtige Richtung. Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, sprach von einer historischen europaweiten Krise der Forstwirtschaft. Der heutige Tag sei für ihn jedoch ein Freudentag. hs