Eigentlich sollte in der Mainleuser Gemeinderatssitzung am Montagabend die Sanierung der alten Turnhalle in der Holzstraße nebst einem Anbau vorgestellt und beschlossen werden. Zwar wurde die Maßnahme, die Gesamtkosten von knapp 2,4 Millionen Euro umfasst, vom Gemeinderat einstimmig beschlossen, das Konzept wird jedoch vom Architekturbüro Geller und Bornschlögl erst in der Aprilsitzung vorgestellt. "Es handelt sich mit einer Förderquote von 80 Prozent der Gesamtkosten um eine fürstliche Förderung für ein solches Projekt", sagte Bürgermeister Robert Bosch (CSU). Gefördert wird das Projekt von der Städtebauförderung "Investitionspaket Sportstätten" mit 1,666 Millionen Euro, der Oberfrankenstiftung mit 211 000 Euro und der Bayerischen Landesstiftung mit rund 31 000 Euro; der kommunale Eigenanteil beläuft sich auf knapp 475 000 Euro.

Im weiteren Verlauf der kurzen öffentlichen Sitzung ging Bürgermeister Bosch auf eine Anfrage bezüglich der für 5G-Nutzungsrechte freigegebenen Standorte ein. Diese seien Schwarzach an der Bundesstraße, Witzmannsberg, der Feuerwehrgeräteschuppen Mainleus sowie in Gärtenroth ein Areal nahe dem Hochbehälter.

Weiterhin berichtete Bürgermeister Bosch, dass die Marktgemeinde fünf Wohnungen im Bestand habe, die für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge angeboten worden seien.

Gemeinderat Jürgen Karg (SPD) brachte einen Antrag vor, der sich auf die geplante Städtepartnerschaft der Gemeinde Mainleus bezieht. "Ich schlage vor, eine Städtepartnerschaft mit einer ukrainischen Kommune anzustreben und damit andere Kommunen zu motivieren, es gleichzutun." Dadurch könne man nach der aktuellen Krise über Verbindungen die Demokratie in der Ukraine weiter stabilisieren. "Das Signal für die dortige Bevölkerung sollte sein: Wir lassen sie beim Aufbau ihres Landes nicht allein."