Weil eine der Redaktion sehr nahe stehende Person in den Ruhestand gegangen ist, wollten ein Kollege und ich ihr ein Präsent vorbei bringen. Sie nannte uns ihre Adresse und da wir uns ja auskennen, fuhren wir ohne Navigationshilfe dort hin.

Doch auf der Suche nach der Hausnummer stellten wir fest, wir sind in der falschen Straße. Noch mal kurz nachgedacht, okay, es müsste die Parallelstraße sein. Doch wie kommen wir da hin? Direkte Verbindungswege gibt es in der Forchheimer Innenstadt ja nicht immer und da der Regen immer stärker wurde, meine Brille durch den Mund-Nasen-Schutz und die Regentropfen immer undurchsichtiger wurde, entschieden wir uns, doch Google zu befragen.

Aber selbst mit der Online-Hilfe wurde es nicht wirklich besser. Einbahnstraßen, die der Internetnavigator nicht kannte, Redakteure, die im Kreis fahren. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein.

Schließlich in der richtigen Straße angekommen suchten wir die Hausnummer. Fast vergebens.

Glücklicherweise wurden wir bereits erwartet und so rief uns die Ruheständlerin vom Fenster aus zu und wies uns den Weg in ihr Domizil.

So ist das halt, wenn man immer zwischen Redaktion und Terminen durch die Stadt hetzt, die kleinen Seitenstraßen kennt oder sie zu kennen glaubt. Sie zu finden war für uns fast wie bei Homer. Eine kleine Odyssee in bekannten Gewässern.