von unserem Redaktionsmitglied HANS KURZ

Oberhaid/Hirschaid — Bereits am Montag wurde in zahlreichen Kindertagesstätten in Franken gestreikt. Der Schwerpunkt war im Raum Nürnberg. Am gestrigen Mittwoch folgten dann auch die Erzieherinnen des gemeindlichen Kindergartens "Regenbogen" in Oberhaid einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi und legten die Arbeit nieder. In dem Streik geht es nicht nur um höhere Löhne, sondern um eine generelle Aufwertung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst, heißt es vonseiten der Gewerkschaft. Zu den Forderungen zählen "statusverbessernde Einkommenserhöhungen" für die Beschäftigten durch Verbesserungen bei der Eingruppierung.
Für Eltern, die keine Betreuungsmöglichkeit fanden, organisierte die Gemeinde Oberhaid als Träger der Kita eine Notgruppe. Nach Auskunft von Nadja Göhl, die im Rathaus unter anderem für Kindergarten-angelegenheiten zuständig ist, wurde dies allerdings kaum in Anspruch genommen. "Die Eltern haben das wohl unterstützt", vermutet sie. Denn nur für drei von etwa 80 Kindergartenkindern musste eine Betreuung durch qualifiziertes Personal organisiert werden, das nicht in der Kita beschäftigt ist. Die "Regenbogen"-Mitarbeiterinnen waren geschlossen dem Streikaufruf gefolgt.

Hirschaid schließt sich an

Ab kommenden Montag plant Verdi die Streiks auszuweiten. Sie sollen vom 18. bis 22. Mai dauern. Montag und Dienstag wollen sich auch die drei kommunalen Kindergärten in Hirschaid anschließen. "Wir wollen damit mehr Anerkennung und Wertschätzung für die Erzieher erstreiten", teilen die Beschäftigten der Kindergärten "Pusteblume" (Sassanfahrt), "Sonnenland" (Röbersdorf) und "Zauberland" (Seigendorf) mit.