Die Schönheit und der Charme unserer einmaligen Heimatstadt, eingefangen in einem Bildband mit Kronachs bekanntesten Sehenswürdigkeiten, aber auch vielen eher verstecken Ecken und Winkeln - zehn engagierte junge Seminaristen am Frankenwald-Gymnasium schufen ein liebevoll gestaltetes Portrait der Kreisstadt mit ihrer reichen Kultur und Geschichte, den vielen Festlichkeiten, ihrer Kulinarik sowie ihrer Bedeutung als Wirtschaftsstandort. Die zauberhaften Bilder waren bei einem initiierten Foto-Wettbewerb eingegangen. Das Ergebnis unter dem Titel "einblicke - Kronach in Bildern" fand die Bewertungsjury so überzeugend und engagiert umgesetzt, dass das FWG hierfür beim alljährlichen Wettbewerb aller oberfränkischen Gymnasien mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde.

"Schon bei der öffentlichen Vorstellung des Bildbands am 19. November im Historischen Rathaus war ich überzeugt, dass hier etwas Hochwertiges geschaffen wurde und wir ein neues Standardwerk für Kronach präsentieren können", bekundete Schulleiter Harald Weichert. Nunmehr, im Jahr 2020, sei es das Standardwerk für Kronach geworden - mit einer Nachfrage, die alle Erwartungen übersteige.

In einer Zeit, in der in Kronach viel Aufbruch-Stimmung zu verspüren sei und große Bereitschaft seitens der Bevölkerung, sich für ihre Heimat einzubringen, habe genau dies das P-Seminar in ihrem Projekt exemplarisch umgesetzt. Dank hierfür gebühre in erster Linie den Mitgliedern sowie dem Seminar-Leiter Matthias Simon. Darüber hinaus hätten sich aber auch viele andere Personen eingebracht, so dass es schließlich zum Mitmach-Projekt einer Mitmach-Schule geworden sei.

Laut Harald Vorleuter, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Oberfranken und zugleich Jurymitglied, dienten P-Seminare nicht nur der Wissensvermittlung, sondern gerade auch der Persönlichkeitsentwicklung. Im Zentrum stünden gemeinsam entwickelte Projekte, bevorzugt über die eigene Region.

Der Freistaat habe durchaus Mut bewiesen, indem er es den Seminaristen selbst überlasse, sich Ziele zu stecken - auch auf die Gefahr hin eines Scheiterns. "Ihr habt alle Intentionen wunderbar umgesetzt. Ihr habt Einheimische zum Mitmachen bewegt und phantastische Bilderwelten geschaffen - etwas für und aus der Region", würdigte er die herausragende Qualität. Patrick Püttner, Geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bezirksgruppe Oberfranken, überreichte das Preisgeld. Dabei verdeutlichte er die Bedeutung von P-Seminaren für die heimische Wirtschaft. Als wichtiger Bestandteil der gymnasialen Oberstufe sollen sie Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützen. Das ausgezeichnete P-Seminar könne mit Fug und Recht als Leuchtturmprojekt bezeichnet werden, wobei er auf viele Nachahmer hoffte.

Die Seminaristinnen Lea Zimmermann und Vivien Vogel stellten die Buch-Idee vor, während Sophia Schütz und Paula Kukowski einen Einblick in den Inhalt gaben. Aus den tausenden Einsendungen die 290 am geeignetsten für den Bildband und die zehn Preisträger-Bilder auszuwählen, habe eine "Sauärbet" dargestellt, aber auch viel Spaß gemacht.

Das neue, sehr hübsche und liebenswerte Opus zeige viele neue Perspektiven und wecke dadurch die Neugierde auf die Heimat, lobte Kreiskulturreferentin Gisela Lang. Auch Landrat Klaus Löffler, dessen Glückwünsche sie übermittelte, sei sehr stolz auf diese Schule. "Zu Beginn des P-Seminars gab es viele Fragezeichen", erinnerte sich Matthias Simon. Auch währenddessen, im Juli 2019, habe man sich - angesichts 2000 eingegangener Bilder - gefragt, ob man dies bewältigen könne. "Die ersten beiden Wochen hattet ihr keine Sommerferien", lobte er den Fleiß und das Durchhaltevermögen seiner Schützlinge. Die Auszeichnung sei nicht zu erwarten und auch nicht die Motivation gewesen; aber trotzdem schön. hs