"Shutdown light trifft auf weiterhin leichten Herbstaufschwung", heißt es im aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. Das bedeutet, bezogen auf Stadt und Landkreis Coburg, dass im November 23 Personen weniger arbeitslos waren als im Oktober 2020. Die Herbstbelebung setzte sich im November in Coburg also nur leicht weiter fort. Die Arbeitslosigkeit reduzierte sich um drei Menschen auf 1300. Es verloren 28 Personen mehr ihre Beschäftigung als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig fanden 33 Personen mehr eine neue Stelle als 2019. Die Arbeitslosigkeit liegt um 219 Personen oder 20,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,6 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent).

Der Arbeitgeberservice bekam im November 171 Stellen gemeldet. Das waren über ein Viertel (+27,6 Prozent) beziehungsweise 37 mehr als im letzten Jahr. Im Bestand sind aktuell 713 Beschäftigungsangebote, 10,9 Prozent (- 87) weniger als 2019.

Im Landkreis Coburg hielt der Herbstaufschwung bis in den November weiter an. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 20 Personen auf 1816. Es verloren vier Personen mehr ihre Beschäftigung als 2019. Gleichzeitig fanden fünf Personen mehr eine neue Anstellung als vor einem Jahr. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind natürlich spürbar. Die Arbeitslosigkeit liegt um 337 Personen oder 22,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im November sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent.

Im vergangenen Monat bekam der Arbeitgeberservice aus dem Landkreis Coburg 280 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 133 (+90,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Pool sind aktuell 905 Beschäftigungsangebote, 3,6 Prozent weniger (- 34) als vor zwölf Monaten.

Weiter teilt die Agentur für Arbeit mit, dass im Juli (aktuellster Wert) insgesamt 2394 Betriebe im Agenturbezirk für 35 669 Arbeitskräfte Kurzarbeitergeld bezogen. Verglichen mit dem Höchststand im April verringerte sich die Zahl der Firmen in Kurzarbeit innerhalb von einem Quartal bereits um fast die Hälfte (- 47,2 Prozent) beziehungsweise 2137 Betriebe. Die Zahl der Kurzarbeiter sank um 15 814 beziehungsweise 30,7 Prozent. Wie sich der aktuelle Lockdown light auf die Inanspruchnahme von Kurzarbeit auswirkt, ist noch offen, da die Statistik für Kurzarbeit nach deren Abrechnung im Nachhinein erhoben wird.

Bald Winter plus Lockdown

"Im November setzte sich der Herbstaufschwung zwar weiter fort, verlor jedoch deutlich an Schwung", schätzt Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, die Lage ein. Fachkräfte würden in der Regel gehalten. Der Stellenmarkt sei weiter auf einem leichten Erholungskurs. Aber seit einigen Wochen träfen die ersten Vorboten des Winters am Arbeitsmarkt mit den wirtschaftlichen Folgen des erneuten Corona-Lockdowns aufeinander. Größere Entlassungen deswegen seien bisher weitgehend ausgeblieben. Glos: "Ich rechne jedoch bereits ab Dezember für die kommenden Monate mit einer steigenden Arbeitslosigkeit." red