Thurnau
Jubiläum

40 Jahre Klaus Bartels Echtholzdesign

Mit einer Wiege fing alles an: Vor 40 Jahren wurde die Thurnauer Schreinerei Bartels gegründet. Vom 3. bis 5. Oktober 2015 wird das Jubiläum gefeiert.
Klaus Bartels und Ehefrau Franziska feiern vom 3. bis 5. Oktober das 40-jährige Bestehen der Schreinerei Klaus Bartels Echtholzdesign.
Klaus Bartels und Ehefrau Franziska feiern vom 3. bis 5. Oktober das 40-jährige Bestehen der Schreinerei Klaus Bartels Echtholzdesign.
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Ein kleines Baby und keine geeignete Wiege - dass damit einmal der Grundstock für eine erfolgreiche Firmengeschichte gelegt werden sollte - nämlich die von Klaus Bartels Echtholzdesign -, das hätte vor 40 Jahren kaum jemand erwartet.
Es war 1974, da kam mit Paula das erste Kind von Klaus Bartels zur Welt. Doch die Wiegen, die er damals so im Laden gefunden hat, fanden nicht seinen Zuspruch. Also wurde Klaus Bartels selbst aktiv. Der Absolvent der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin hat angefangen, mit einfachsten Heimwerker-Maschinen und sehr viel Liebe eine Wiege für sein Töchterchen zu zimmern. Die Wiege fand so viele begeisterte Interessenten, dass er anfing, in der Kellerwerkstatt eines Freundes eine Wiege nach der anderen anzufertigen.
Die Liebe zum Material Holz und zur Schreinerei war entfacht. Als dann vor 40 Jahren der Umzug nach Oberfranken folgte, eröffnete Klaus Bartels eine Holzwerkstatt in der Hopfenmühle. Doch ganz ohne Probleme verlief die Anmeldung des Gewerbes nicht. Denn ohne Meisterbrief darf keine Schreinerei eröffnet werden. Um einen Meisterbrief zu erwerben, muss allerdings vorher eigentlich eine Ausbildung absolviert werden. Dieser Weg schien versperrt. Also taufte Klaus Bartels seine geplante Schreinerei kurzerhand in eine Kunstwerkstatt um. Nach zwei Jahren künstlerischem Schreinern gab es die Idee, doch auch Lehrlinge ausbilden zu wollen, daraufhin meldete sich Klaus Bartels zur Meisterprüfung an, zunächst wurde er abgelehnt. "Erst der Zuspruch des damaligen Bayreuther Obermeisters Oetter, der sich sehr für meine wilden Gestaltungen interessierte, ermöglichte eine außerordentliche Zulassung zur Prüfung", erinnert sich der heute 68-Jährige. Trotz seiner autodidaktischen Vorbereitungen bestand er diese mit Bestnoten.
Von nun an wurde auch ausgebildet. Rund 40 junge Menschen haben seither unter der Anleitung von Klaus Bartels gelernt und die Gesellenprüfung abgelegt, die Hälfte davon mit Auszeichnung. 1990 gab es den Umzug nach Thurnau, dort ging es dann los mit der eigentlichen Anerkennung als Designer-Werkstatt.


Mehrfach ausgezeichnet

Seither hat Klaus Bartels mit seiner Werkstatt einen ständigen Stand auf dem Avantgarde-Design-Forum der Internationalen Möbelmesse Köln, ihm widmeten sich etlichen Presseveröffentlichungen in Fachzeitschriften und Büchern und er wurde mit diversen Designpreisen ausgezeichnet - bis hin zur Nominierung zum Bundesdesignpreis 2007 für den Stuhl: "Caresse der Rückenschmeichler". Der Stuhl ist seit Jahren der Dauerbrenner. Privatpersonen, Hotels, Klöster, Kirchen und viele weitere setzen auf den Rückenschmeichler. Bis zu 160 Wiederverkäufer haben die Produkte von Klaus Bartels im Sortiment.
Einrichtungen in ganz Deutschland haben sich für seine Möbel entschieden. Der Cassiusgarten - ein Restaurant in Bonn wurde von ihm ausgestattet. Auch das Kloster Krefeld, das Tagungshotel Burg Lenzen an der Elbe, das geistliche Bildungszentrum Kloster Bursfelde, das schwule Hotel Königshof in Hamburg, die Mühle im MuPäZ in Kulmbach, das Bellys Diner in Bad Bevensen, das VOLT in Berlin und viele, viele mehr haben Möbel made in Thurnau.
"Wir stellen uns jeder Herausforderung", so der Schreiner und Künstler. "Wir wollen den Menschen etwas bringen, das ihnen wohltut und zwar langfristig. Abseits des Mainstreams!" Dabei setzt Klaus Bartels auf Nachhaltigkeit, benutzt heimisches Massivholz und möglichst wenig Lacke. Und auch die Kunden sind begeistert. "Wenn man Ihre Möbel anfasst will man sie ungern wieder loslassen, sie sind wie Handschmeichler für den ganzen Körper," so schreibt eine Innenarchitektin. Katharina Müller-Sanke



Jubiläums-Programm

Zum 40-jährigen Bestehen gibt Klaus Bartels Echtholzdesign ein großes Fest. Eingeladen sind Kunden, aber auch alle, die Interesse an Klaus Bartels und seiner Arbeit haben. Klaus Bartels und Ehefrau Franziska haben sich hierfür ein umfangreiches Programm überlegt:

3. - 5. Oktober Jubiläumsausstellung täglich 10 bis 18 Uhr

2. Oktober 19 Uhr, Candle-Light-Dinner mit den extra aus Bonn angereisten Chefköchen des Cassiusgarten (25 Euro, mit Vorbestellung)

3. Oktober 11 Uhr Festakt mit Gesprächen über Design und Nachhaltigkeit

3. Oktober 14.30 Uhr Musik von Bolle und Goller, spec. guest Steffen Munzert

3. Oktober 19 Uhr Maskentheater "Vom wa(h)ren Wert" mit Franziska und Klaus Bartels (ca. 35 Min)

4. Oktober 14 Uhr TonArt Kulmbach, a capella vom Feinsten mit Ingo Hahn und alten Freunden

5. Oktober Zeit für Projektbesprechungen in der Ausstellung mit spontaner Entwurfsarbeit.
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