Neue Führung für die Feuerwehr Unterelldorf: Bei den Neuwahlen im Gemeindehaus wurden Christian Brückner zum Ersten und Helfried Schleicher zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Die bisherigen Amtsinhaber Markus Brückner und Patrick Schleicher hatten nicht mehr kandidiert.
Die beiden "Neuen" können auf bewährte Mitstreiterinnen bauen: Die Mitglieder bestätigten sowohl Kassiererin Christa Wöhner als auch Schriftführerin Sabrina Schlottermüller in ihren Ämtern. Als Beisitzer gehören zukünftig Beate und Marcel Schmul dem Vorstand an. Jugendwart bleibt Michael Wöhner. Angela und Markus Brückner werden als Kassenprüfer fungieren.


"Immer Verlass"

Für 25 Jahre Dienst wurde Erwin Schloter ausgezeichnet, der den Verein regelmäßig mit Werkzeug und Maschinen unterstützt. Auch den abwesenden Manfred Wöhner, der auf "nicht alltägliche" 40 Jahre zurückblicken kann, lobte Vorsitzender Brückner: "Auf Manfred ist immer Verlass!" Als ehemaliger Erster und Zweiter Kommandant sowie Jugendwart sei Wöhner seit langem "eine tragende Säule des Vereins" und stets "mit Herzblut" dabei. In seinem letzten Jahresbericht hatte Markus Brückner zuvor auf ein arbeitsreiches Jahr zurückgeblickt: In den Umbau des "Glöckla" investierten die Unterelldorfer viele Stunden. Dem "Gewaltakt" fielen feste Termine im Jahreskalender zum Opfer, etwa der Hausfasching. Brückner zeigte sich stolz auf das Ergebnis, vor allem aber auf das Engagement der Mitglieder. Überhaupt sei den Unterelldorfern in den letzten sechs Jahren wegen der Dorferneuerung "viel abverlangt worden". Allen Mitstreitern dankte er für den großen Rückhalt: "Die Vorstandschaft ist nichts, wenn keine Mitglieder dahinterstehen." Bei einem Helferfest am Pfingstsamstag soll der Einsatz aller Helfer gewürdigt werden. "Hoffentlich beteiligt sich unser Bürgermeister an den Unkosten", sagte Brückner mit Blick auf die Dritte Bürgermeisterin Renate Schubart-Eisenhardt (CSU/LV). Diese nahm die Vorlage auf: Sie werde Martin Mittag informieren. Angesichts der sichtbar zahlreichen Arbeitsstunden, die in dem umgebauten "Glöckla" steckten, könne sie sich vorstellen, "dass der Rathauschef etwas springen lässt". 2017 werde auch die Matinee der musizierenden Vereine im Seßlacher Stadtgebiet in Unterelldorf stattfinden, am 18. Juni.
Kommandant Norbert Brückner ließ das Jahr der aktiven Wehr Revue passieren, das neben zehn Übungen nur einen Einsatz erforderte. An den neuen Digitalfunkgeräten wurde als erster Unterelldorfer Zweiter Kommandant Bernd Schleicher ausgebildet. Probleme bereitete die Feuerwehrpumpe.
Aktuell zählt die Feuerwehr Unterelldorf 19 Aktive und zwei Feuerwehranwärter, die Jugendwart Michael Wöhner auf den Jugendleistungsmarsch am 20. Mai in Oberelldorf vorbereite.
"Macht Werbung! Euer Verein steht und fällt mit der Jugendarbeit", warb KBM Johannes Kempinski. Um den notwendigen Nachwuchs zu sichern, könnten die Unterelldorfer ihre Kleinen zu den "Florianskäfern" nach Dietersdorf schicken. In der dortigen "Gruppenstunde" würde das Interesse der Sechs- bis Zwölfjährigen für den Feuerwehrdienst geweckt. "Sie gehören weiterhin zu Euch und gehen Euch nicht verloren", trat Kempinski möglichen Bedenken entgegen. Die Dietersdorfer böten sogar einen Fahrdienst an. Kempinski lobte die Jugendarbeit im Stadtgebiet.
Allen Aktiven riet Kempinski, "am Ball zu bleiben" und Übungen wie Leistungsprüfungen zu absolvieren. Ohne die modulare Truppmann-Ausbildung, die drei Jahre dauere, "gehe nichts mehr". Und am Digitalfunk führe kein Weg vorbei. "Das Funkgerät beißt Euch nicht!", meinte der Witzmannsberger augenzwinkernd.
Der KBM warnte vor einer Degradierung zur Löschgruppe: "Der Weg zurück zur aktiven Wehr ist schwer!" Mindestens 27 Aktive müssten dazu nachgewiesen werden.
Bettina Knauth