Einen neuen Schulleiter hat die Grund- und Mittelschule in Oberhaid.

Neuer Rektor vorgestellt

In der Sitzung des Gemeinderates stellte sich Georg Schmidt als Rektor vor. Der 57-jährige Schmidt stammt aus Reckendorf und war zuvor als stellvertretender Schulleiter an der Hugo-von-Trimberg-Schule Bamberg tätig. Er will sich für das grundsätzliche Bestreben, den Schulstandort der Grund- und Mittelschule Oberhaid zu erhalten, einsetzen und die Digitalisierung der Schule weiter vorantreiben.

Eine wichtige Entscheidung traf der Gemeinderat mit Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) bezüglich des Gewerbegebietes Unterhaid-West im Maintal. Die dort ansässige Firma 3 S Frankenmöbel GmbH beabsichtigt zu expandieren und will deshalb auf ihrem Betriebsgelände ein Verwaltungs- und Bürogebäude erstellen. Dabei soll es nicht in die Breite, sondern in die Höhe gehen: Bis zu fünf Vollgeschosse mit 20 Metern Höhe sollen entstehen, positiver Nebeneffekt ist die Schaffung von ca. 30 neuen Arbeitsplätzen.

Der Gemeinderat billigte einstimmig dieses Vorhaben, die entsprechenden Pläne werden nun ausgelegt.

Positiv angenommen wurde, so der Bürgermeister, das E-Carsharing-Projekt "e-mobil Landkreis Bamberg". Das Projekt, in dessen Rahmen die Gemeinde mit einem eigenen E-Auto mit eigener Ladestation, teilnimmt, soll bis 2024 verlängert werden. Die monatlichen Kosten betragen für die Gemeinde 285 Euro netto, die Auslastung sei bislang sehr gut gewesen, auch wenn durch die Corona-Krise zuletzt ein leichter Rückgang zu verzeichnen gewesen sei.

Rege diskutiert wurde der Antrag auf Beitritt zum Bündnis "Sicherer Hafen", der von der Evangelischen Kirchengemeinde Hallstadt an die Nachbargemeinden Breitengüßbach, Kemmern und eben Oberhaid herangetragen wurde. Dieses Bündnis hat zum Ziel, gemeinsam die Flüchtlinge, die in Seenot geraten, zu unterstützen und Flüchtlingen, die in Lagern wie Moria oder Lesbos leben, Perspektiven zu bieten. Der Gemeinderat sah dieses Bündnis grundsätzlich positiv, um so auch Humanität vor Ort praktizieren zu können. Wie dies verwirklicht werden kann, sollen die Bürgermeister der Gemeinden, die Vertreter der Kirchengemeinden und von kirchennahen Organisationen in einem Runden-Tisch-Treffen besprechen. Bedauerlicherweise könne dieser auf Grund der derzeitigen Situation, so Joneitis, wohl erst im Frühjahr stattfinden.

Mehr Geld für Vereine

Die Folgen der Corona-Krise beherrschen auch weiter das Gemeindeleben. Zunächst beschloss der Gemeinderat, die Vereinspauschale zur Vereinsförderung für dieses Jahr einmal zum verdoppeln. Dies kostet die Gemeinde rund 6000 Euro, es profitieren die Kultur- und Sport-Vereine von Oberhaid.

Weiter teilte Joneitis mit, dass das Rathaus ab dem 26. Oktober bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen ist. Termine werden nur nach vorheriger Vereinbarung vergeben.

Teurer als vorhergesehen wird auch die Sanierung der historischen Alten Mühle in Oberhaid. Statt der ursprünglich angedachten 1,2 Millionen Euro wird das Projekt durch ein erhöhtes Vergabevolumen nun 1,5 Millionen kosten, entsprechende Anträge für Fördermaßnahmen wurden gestellt.

Coronabedingt ausfallen wird im nächsten Jahr auch der Neujahrsempfang, stattfinden soll jedoch die Feierstunde zum Volkstrauertag.