Bernhard Panzer

Die Stadt will noch nachhaltiger werden. Am kommenden Mittwoch wird dem Planungsausschuss empfohlen, drei Beschlüsse zu treffen. Darunter sind Grundsatzbeschlüsse zur nachhaltigen Beschaffung der Stadt und zu energetischen Vorgaben in Neubaugebieten.Der Stadtrat muss das dann noch bestätigen.

Zunächst geht es um eine Erklärung der Metropolregion Nürnberg (2030-Agenda), der sich die Stadt anschließen möge. Das Engagement in der Fairen Metropolregion biete Herzogenaurach nämlich auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nation (Sustainable Development Goals - SDG´s), die 2015 mit der 2030-Agenda verabschiedet wurden, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Unter dem Motto "global denken, lokal handeln" möchte sich die Stadt Herzogenaurach auf kommunaler Ebene nach ihren Möglichkeiten für diese Nachhaltigkeitsziele engagieren. Der Planungs- und Umweltausschuss soll deshalb in seiner Sitzung am 20. Januar dem Stadtrat empfehlen, sich der Erklärung "2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten" anzuschließen.

Nachhaltige Kleidung

Zur nachhaltigen Beschaffung, unter anderem von Dienstkleidung, werden vier Handlungsgrundsätze empfohlen. Unter anderem sollen bei allen Beschaffungen Aspekte der Qualität, der Innovation sowie soziale und umweltbewusste Gesichtspunkte über die gesamte Lieferkette berücksichtig werden. Dabei sind Gütezeichen ein wichtiges Instrument.

Im Juli 2019 wurde der so genannte Pakt zur nachhaltigen Beschaffung in den Kommunen der Metropolregion Nürnberg ins Leben gerufen. Die Stadt Herzogenaurach hat diesen zusammen mit 69 weiteren Kommunen unterzeichnet.

Ein weiterer Grundsatzbeschluss soll zur Vorgabe energetischer Neubaustandards beim Verkauf von städtischen Grundstücken getroffen werden. Für Einzelhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser soll demnach die Anforderung des kfw40-Standards gelten und für Mehrfamilienhäuser mindestens kfw55-Standard. Kfw40 entspricht dem Passivhaus-Standard, wie Klimaschutzbeauftragte Mignon Ransbeck-Ullmann gegenüber dem FT bestätigte.

Die Einhaltung dieser Standards bringe auch große Vorteile für die Bauherren mit sich, heißt es in der Erläuterung zum Beschluss. So gebe es öffentliche Förderungen, auch von der Stadt, und zinsgünstige Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw).

Die Stadt müsse ihre Anstrengungen verstärken, den Energieanteil aus erneuerbaren Energien zu erhöhen und den Wärmeverbrauch drastisch zu senken, heißt es weiter.