Ein Jahr nach seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden hat Matthias Schneiderbanger beim SV Zapfendorf sein Amt niedergelegt. Schnell wurde auf der Jahresversammlung ein Nachfolger gefunden.
Auf ihn kommen nun harte Verhandlungen mit der Bahn in Sachen Wegfall des Hauptspielfelds zu. Noch nicht weitergekommen ist der Verein auch bezüglich eines Kunstrasenplatzes.
Dem SV Zapfendorf gelang es, mit Helmut Hohmann, bisher Abteilungsleiter Fußball und Ehemann der Zweiten Vorsitzenden, einen Nachfolger für Schneiderbanger zu finden. "Ich kandidiere, weil mir der Verein am Herzen liegt und weil ich in den vergangenen Monaten einen Großteil der Verhandlungen mit Bahn und Gemeinde schon mitbekommen habe", sagte Helmut Hohmann und wurde einstimmig gewählt.
Für Schneiderbanger, der sich zwar nicht selbst äußerte, aber bei der Versammlung im Thekenteam aktiv war, gab es zum Abschluss noch Lob. "Er hat für den Verein immer das Beste gegeben", sagte Antje Hohmann.
In ihrem Bericht informierte sie über den aktuellen Stand in Sachen Spielfelder. Die Bahn will als Ablöse für den durch die Bahnübergangs-Ersatzlösung Nord weggefallenen Platz lediglich 75 000 Euro zahlen, Grundlage ist ein Gutachten.
Das sei deutlich zu niedrig angesetzt, allein die Ertüchtigung des bisherigen Trainingsplatzes habe den Verein 100 000 Euro gekostet. Die sei nötig gewesen, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können.
Hohmann ging auch auf das Sporthaus ein: Nach wie vor seien Feierlichkeiten hier sehr beliebt, es fehle aber Personal. "Somit können wir nicht mehr alle Termine annehmen, was für den Verein aber finanziell wichtig wäre."
Nachwuchs sucht auch das Männerballett. Die Theatergruppe habe sich hingegen als eigenständiger Verein ausgegliedert und mit dem Sportheim in Unterleiterbach eine neue Spielstätte gefunden.
Aus den Abteilungen berichteten die jeweiligen Leiterinnen und Leiter. Einen Aufstieg von der Kreisklasse in die Kreisliga konnte Helmut Hohmann bei den Fußballern melden. In der laufenden Saison gebe es wieder eine Zweite Mannschaft, was für den "Unterbau" wichtig sei. Bei der Jugend sei eine Spielgemeinschaft mit Vereinen aus der Gemeinde sowie aus Ebensfeld und Kleukheim gegründet worden. Hohmann machte auch klar, dass der Verein schnellstmöglich wieder einen zweiten Platz benötige. "Im Herbst und Winter finden alle Spiele und auch das Training nun auf dem Hauptplatz statt, der darunter sehr leidet."Er erläuterte zudem die Vorteile eines Kunstrasenplatzes und bezog sich vor allem auf den Pflegeaufwand. Aus einigen Gemeindeteilen habe es "Neid" gegeben, warum gerade in Zapfendorf ein Kunstrasenspielfeld errichtet werden solle, "dabei können die anderen Vereine diesen Platz auch nutzen", so Hohmann. Wichtig wäre das Spielfeld auch für den Schulsport.
Beim Basketball wurde die Erste Mannschaft in der abgelaufenen Saison letzter, stieg aber aufgrund der wenigen Mannschaften in der Bezirksklasse nicht ab. Gut lief es bei der U12 sowie bei der U14 - letztere Mannschaft wurde Ligameister.
Die Turnabteilung beschäftigt die Sanierung der Schulturnhalle und damit die Frage, ob es zeitweise ein Ausweichquartier geben muss.
Bürgermeister Dittrich konnte zur genaueren Terminierung noch nichts sagen - es sei aber mit einer Sanierungsdauer von rund vier Monaten zu rechnen.
Langjährige Mitglieder wurden geehrt. Besonders stachen Hans Hertel und Josef Hofmann (70 Jahre Mitglied) sowie Dietmar Pfister und Anneliese Wiemann (50 Jahre) heraus.
Außerdem gab es Ehrungen für 40- und 25-jährige Mitgliedschaft. Johannes Michel