Beim Sportclub SC Germania Stöppach-Haarth hat sich ein Generationenwechsel vollzogen. Bei der Hauptversammlung, die eigentlich im April geplant war, traten die langjährigen Vorstandsmitglieder bei den Neuwahlen nicht mehr an. Darunter auch der Vorsitzende Klaus Bauer, der das Amt 23 Jahre innehatte. Nicht mehr traten auch Peter Bauer, 35 Jahre lang Kassier, Jürgen Truckenbrodt, 30 Jahre lang Schriftführer, sowie Kurt Korn, 27 Jahre lang Dritter Vereinsvorsitzender, an.

"Diese Jahreshauptversammlung ist eine Premiere", stellte Klaus Bauer eingangs fest. Denn sie fand seit der Gründung des Sportclubs vor 49 Jahren zum ersten Mal auf der Sportheimterrasse statt, die erst in diesem Jahr komplett erneuert wurde. Durch die Corona-Pandemie seien viele Einnahmen weggebrochen, deshalb habe man die Ausgaben auf ein Minium zu reduzieren. "Die Verbindlichkeiten des Vereins konnten beglichen werden", sagte Bauer. Man wolle versuchen, die Kasse mit einigen kleineren Veranstaltungen wieder aufzubessern. Bauer sagte, er sei sehr dankbar für die Unterstützung der Gemeinde und des Landratsamts in der Form der Vereinspauschale.

Weiter berichtete er, dass sich der Baumaßnahmen ein 15-köpfiges Team unter der Leitung von Stefan Bätz angenommen habe. Bauer war deswegen voll des Lobes. Besonders froh sind die Vereinsmitglieder, dass der Zugang zum Sportheim jetzt barrierefrei möglich ist.

Für rund 1000 Euro wurde das Spielfeld ausgestriegelt und gedüngt. Nun befindet es sich in einem Top-Zustand. Oliver Brehm und Kevin Büchner haben sich um die Nachbesserung gekümmert.

Im vergangenen Jahr sei das Sportheim regelmäßig vermietet gewesen und für die Vereinskasse seien wichtige Einnahmen erwirtschaftet worden, doch durch Corona sei dies weggebrochen. Gerade in diesen Zeiten sei die eigene Homepage ein wichtiges Informationsmedium und präsentiere den Verein nach außen. Dies gelte auch für die Stadionzeitung, mit der der Verein Werbeeinahmen generieren könne. Über die Erscheinungsform, gedruckt oder nur online, hat der Verein noch nicht entschieden.

Bauer ging nach seinem Dank an alle Helfer auf die einzelnen Abteilungen ein. Er konnte von relativ konstanten Mitgliederzahlen berichten, zur "Germanenfamilie" gehörten zurzeit 304 Mitglieder, sagte er. Dann blickte er in die Zukunft, denn im kommenden Jahr will der Vereinsein 50. Jubiläum feiern. Dann soll es auch einen Ehrungsabend geben. Genaues werde noch festgelegt, sagte Bauer. Spielleiter Maik Büchner von der Herrenabteilung blickte auf die Saison 18/19 zurück. Das gesteckte Ziel, der Klassenerhalt, sei erreicht worden. Während der Corona-Ausgangsbeschränkungen seien die Spieler mit Fitnesstipps per E-Mail fit gehalten worden. Der Spielbetrieb soll voraussichtlich wieder am 1. September beginnen.

Während es 2019 noch eine Fülle an Veranstaltungen gab, zum Beispiel Preisschafkopf und Fischessen, Kirchweih und Schlachtfest, habe Corona alles gestoppt, bedauerte Bauer. "Die Gemeinde weiß, dass den Vereinen viele wichtige Einnahmen fehlen", sagte Bürgermeister Rolf Rosenbauer. In welcher Form die Gemeinde die Vereine unterstützen könne, wolle man noch prüfen und beraten. Er sei sehr stolz auf die lebendigen Vereine in der Gemeinde, sagte Rosenbauer. "Bei der Germania sind die richtigen Leute am richtigen Ort. Es ist viel geschehen und das Sportheim sowie der Sportplatz sind in einem Top-Zustand. Solche Vereinsmitglieder wie bei der Germania muss man sehr lange suchen", lobte Altbürgermeister Günther Kob.

Alle langjährigen Vorstandsmitglieder wurden nach den Neuwahlen mit Präsenten und dem Vereinswimpel für ihre langjährige Funktionärstätigkeit geehrt. Die Präsente überreichten jeweils die neuen Amtsinhaber. Außerdem wurde Reiner Kob ausgezeichnet, der über 20 Jahre als Vorsitzender tätig war und dieses Amt schon vor drei Jahren in jüngere Hände gelegt hatte, aber den Verein weiterhin tatkräftig unterstützt.