Der Ausdauer von Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) und der großen Standfestigkeit des Gemeinderats, der einstimmig hinter dieser Baumaßnahme in der Ellertalgemeinde - mit einer immensen Entwicklung in den letzten Jahren - steht, ist es zu verdanken, dass nach der Anlaufzeit von zwölf Jahren der langersehnte Spatenstich für den Neubau der Doppelsporthalle mit zentrumsnahem Parkplatz durchgeführt werden konnte.

Dass dieser Akt coronabedingt verschoben werden musste (offizieller Baubeginn: 25. Mai) und bereits riesige Stützen gen Himmel ragen, tat der Stimmung auf der Großbaustelle überhaupt keinen Abbruch. So konnten die zahlreichen Ehrengäste und Vertreter der beteiligten Unternehmen schon einmal die Ausmaße bewundern (28 mal 32 Meter).

Das Gemeindeoberhaupt, das nur in den ersten fünf Jahren seiner bisherigen Amtszeit (ab 2003) thematisch nicht mit dieser Investition eng konfrontiert war, wählte zum Einstieg ein antikes Zitat (Aristoteles: "Beharrlichkeit als Notwendigkeit bei Dingen, die sich nicht von allein oder zufällig ändern"), das sich wie ein "roter Faden" durch die Wortbeiträge zog. Nachdem sich viele Varianten, darunter die Halle als Bauherren-Gemeinschaft (Gemeinde/Verein BG), zerschlagen hatten, gelang 2016 der anvisierte Durchbruch: "Es war ein Glücksfall für uns, dass wir die notwendigen Sportklassen vorweisen konnten, so dass die Förderungstöpfe nun zur Verfügung standen", strahlte Möhrlein mit der August-Sonne um die Wette. Damit war die Sporthalle "schulisch notwendig" und nun ging es Schlag auf Schlag: 7000 Quadratmeter Grunderwerb unmittelbar neben der Schule, 2017 Aufstellung des Bebauungsplans, nach der Genehmigung die Ausschreibungen Mitte 2019 und parallel dazu die Schaffung eines zentrumnahen Parkplatzes (wichtig auch für die Kirche und weiteren Veranstaltungen in der Ortsmitte).

Hohe Förderung

In Zahlen ausgedrückt: Von den 5,3 Millionen Euro geschätzten Kosten (dazu kommen noch einmal 1,3 Millionen für Parkplatz und Zufahrt) wurden 62 Prozent als förderfähig eingestuft, was knapp 2,5 Millionen Euro an stattlichen Zuschüssen entspricht. Aber auch die langfristige Anlage eines Bausparvertrages (ab 2008) als Eigenanteil der Gemeinde brachte eine wohltuende Finanzspritze.

Besonders erfreut verfolgte Bernhard Uzelino als Erster Vorsitzender der BG Litzendorf die Szenerie. Die Zeit ist nun absehbar, dass die beiden Regionalliga-Teams für ihre Heimspiele nicht mehr quer durch den Landkreis reisen müssen. "Die Förderung des Spitzensports, aber auch des Nachwuchses erfährt dann ein anderes Level. Die Tendenz zum Sport unterstreicht auch die Ganztagsschule mit über 100 Kindern am Nachmittag. Nun werden die besten Voraussetzungen geschaffen", betonte der Rathaus-Chef, der bei diesem "langen, schwierigen Weg" nicht vergaß, das "Glück bei den Ausschreibungen" zu nennen. Architekt Stefan Jungkunst stellte die "fruchtbare Zusammenarbeit" mit der Gemeinde in den Vordergrund, ließ nochmals wichtige Entwicklungsschritte Revue passieren und stellte eine Fertigstellung bis Ende 2021 in Aussicht.

"Litzendorf steht als Synonym für Beharrlichkeit", nahm Landrat Johann Kalb (CSU) den Ball auf und wandte sich direkt an Wolfgang Möhrlein mit der Bewunderung für dessen immenses Durchhaltevermögen. "Diese Investition strahlt in den Landkreis und ist wichtig für diese Gemeinde", verkündete Kalb.

"Überall wird gebaut"

Lobeshymnen durfte der Bürgermeister auch noch vom Landtagsabgeordneten Holger Dremel entgegennehmen: "Er tut alles für seine Gemeinde. Es bewegt sich in Litzendorf sehr viel, überall wird gebaut. Pragmatische Lösungen waren und sind angesagt." Nachdem sich die Festgäste nochmals die hohe Fördersumme auf der Zunge zergehen lassen konnten, flog beim Spatenstich der obligatorische Sand der "Promi-Schaufler" in die Höhe.

Fest steht: Die "kleine, bodenständige Gemeinde" (Zitat Möhrlein) hat einen historischen Entwicklungsschritt getan, von dem nicht nur die Korbjäger und Schüler profitieren. Die neue Doppelsporthalle mit Zentrums-Parkplatz wird wohl eine der nachhaltigsten Investitionen in der jüngeren Gemeinde-Historie für die gesamte Bürgerschaft.