Nach 24 Jahren hat Stephan Heckel-Michel sein Amt als Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Ködnitz in jüngere Hände gegeben. Seine Nachfolgerin, Dritte Bürgermeisterin Melanie Schieber, versprach nach ihrer Wahl, den Ortsverband mit Blick auf die nächste Kommunalwahl 2026 breiter aufzustellen.

Heckel-Michels Rechenschaftsbericht fiel coronabedingt knapp aus. Er machte kein Hehl daraus, dass für ihn als Mitglied der CSU die letzten Monate nicht ganz einfach waren: "Zur Corona-Politik hat mich das eine oder andere doch etwas überrascht. Ich habe bei unseren Abgeordneten auch meinen Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, denn viele Maßnahmen sind nicht auf Gegenliebe gestoßen."

Der scheidende Vorsitzende machte sich dafür stark, dass die CSU bei der nächsten Kommunalwahl um die Rückeroberung des Bürgermeisteramts kämpfen wird. "Wir wollen dazu auch unsere Ideen und Visionen rechtzeitig entwickeln. Dazu gehört ein Generationswechsel bei den anstehenden Wahlen."

Schatzmeister Bernd Müller berichtete von einer guten Kassenlage des 29 Mitglieder starken Ortsverbands.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzende Melanie Schieber, Stellvertreter Maximilian Wirz und Stefan Ott, Schatzmeister Bernd Müller, Schriftführer Stephan Heckel-Michel, Digitalbeauftragter Maximilian Wirz, Kassenprüfer Wolfgang Wippenbeck und Gerhard Sack. Als Beiräte fungieren Wolfgang Teufel, Klaus Wollnik, Heinz Mösch, Horst Schneider und Michael Detterbeck.

"Ich möchte keine Alleingänge machen", verdeutlichte die neue Vorsitzende. Wie sie sich die Arbeit im Ortsverband vorstellt, machte sie an einigen Beispielen deutlich. So wolle sie politische Stammtische einführen. "Und wir wollen unsere Abgeordneten etwas mehr in unsere Gemeinde locken, um auch da mehr politische Informationen zu bekommen." Schieber würdigte die Arbeit von Stephan Heckel-Michel als langjähriger Bürgermeister.

Grußworte sprachen Doris Leithner-Bisani für den CSU-Kreisverband und MdB Emmi Zeulner. Werner Reißaus