Der Sommer ist endgültig vorbei - und damit auch die Freibad-Saison. Das zweite Jahr in Folge ist die Therme Sinnflut von massiven Einschränkungen betroffen. "Der Mai kann quasi aus der Statistik gestrichen werden", sagt Torsten Zwingmann, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Denn erst Ende Mai, genau am 28. des Monats, öffnete zunächst das Freibad, und erst am 10. Juni kamen die Besucher wieder in die Thermen- und Saunalandschaft. Waren die Gesamtbesucherzahlen im Juni daher noch sehr unterdurchschnittlich - nämlich 47 Prozent der Auslastung im Vergleich zum Juni 2019 - stiegen die Besucherzahlen im Verlauf des Sommers immer weiter an (siehe Grafik).

Im Sommermonat Juli besuchten bereits insgesamt 10 537 Personen Bad und Sauna, im August sogar 13 522. Letzteres sind immerhin 88 Prozent der Besucherzahlen vom August 2019. "Von Monat zu Monat einwickelten sich die Zahlen positiver", kommentiert Zwingmann. An manchen Sommerwochenenden waren lange Warteschlangen vor dem Eingang zu sehen. Nicht alle Gäste kamen rein, es galt auch weiterhin eine Beschränkung der Besucherzahlen. Der September toppte alles: Denn obwohl der Monat bereits kein Freibad-Monat mehr sei, lagen die Zahlen über denen von vor zwei Jahren. "Das liegt natürlich auch daran, dass das Bad für eine Revision nicht schließen musste", betont Zwingmann. Was die Verluste durch die Pandemie angeht, dazu kann der Geschäftsführer noch nichts sagen. "Da müssen wir auf den Wirtschaftsabschluss im nächsten Jahr warten", sagt Zwingmann. Auf die Sanierung jedenfalls hätten die vergangenen eineinhalb Jahre keinen Einfluss, heißt es aus den Stadtwerken.

Nach wie vor wird mit dem Planer-Kick-off in diesem Jahr gerechnet und ein Baubeginn Ende des nächsten Jahres angestrebt. Was die anstehende Winter-Badesaison angeht, so hätten sich die Maßnahmen gut eingespielt. "Aktuell gibt es am Einlass die 3-G-Regel, so wie es vorgeschrieben ist", heißt es. Bad und Sauna kämen gut an, die Menschen nutzen das Angebot vor der Haustüre.