Marie will ihrem Bruder zeigen, dass Mädchen genauso gut Fußball spielen können wie Jungs. Die Neunjährige aus Wachenroth hat zwar gerade erst in der E-Jugend angefangen, im Tor steht sie aber schon wie eine Eins. Denn in der Fußballschule, die auf dem Gelände des SV Wachenroth ihr Training absolviert, hat sie schon einiges gelernt.
Ebenso wie der elfjährige Moritz. Der Nachwuchskicker komme jetzt in die D-Schülermannschaft, sagt Franz Bayer von der Jugendabteilung des SV Wachenroth. "Ich habe gestern von der Mittellinie aus ein Tor geschossen", berichtet Moritz voller Stolz.
Nun ist das Spielfeld in diesem Fall nicht ganz so groß wie ein regulärer Fußballplatz. Denn in der Hans-Dorfner-Fußballschule, die von Mittwoch bis Freitag einen Kurs in Wachenroth hielt, werden Sechs- bis Zwölfjährige unterrichtet. 25 künftige Profis tummeln sich auf dem Spielfeld.
Etwa die Hälfte der Kinder kommt aus Wachenroth, die übrigen aus der Umgebung. Aus Sambach, Burghaslach, ja sogar aus Burgbernheim bei Neustadt sind junge Kicker mit viel Begeisterung für den Fußball dabei.
Trainiert werden sie von Christoph Arnold, einem Erlanger Sportstudenten, und Marco Weigand, der Lehramt für die Grundschule studiert. Passen, richtige Laufwege, Schusstechnik hätten sie schon gelernt, erzählt Moritz. Beste Voraussetzungen also für eine Fußballerkarriere.
Als dann der Schuss aufs Tor aus dem Lauf heraus geübt wird, legen sich alle mächtig ins Zeug. Marie, einziges Mädchen unter all den Jungs, hat keine Angst vor deren Schusskraft: Sie hält im Tor, was möglich ist.
Die Fußballschule hat Hans Dorfner gegründet. Der Ex-Nationalspieler der 80er Jahre stand beim FCN und Bayern München unter Vertrag. Die Kurse bieten begeisterten Nachwuchskickern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten mit viel Spiel und Spaß unter fachkundiger Leitung weiterzuentwickeln.
Kostenlos sind die Ferienkurse allerdings nicht. Die Eltern müssen für die drei Tage zahlen. Dafür werden die Kids auch mit Fußballkleidung ausgestattet.