Andreas Dorsch Das Thema Verkehrsregelung in der Höchstadter Innenstadt und speziell am Marktplatz hat schon mehrere Generationen von Stadträten beschäftigt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Jetzt sollen Bürger und Geschäftsleute befragt werden, wie sie es denn gerne hätten.

Zu dieser Entscheidung rang sich der Verkehrsausschuss des Stadtrats in seiner Sitzung am Mittwochabend durch. Nach der aktuellen Regelung ist der Marktplatz von Anfang April bis Ende Oktober generell für den Verkehr gesperrt. Nur für Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt oder Faschingszug wird er geöffnet. Im Winter wird er zum Überfahren freigegeben und immer wieder trotz Verbotsschildern als Parkplatz genutzt. Unter den Bürgern sorgt das regelmäßig für Streit.

Nachdem mehrere Anträge eingegangen waren, hatte die Verwaltung dem Verkehrsausschuss vorgeschlagen, den Marktplatz als Zentrum des verkehrsberuhigten Bereichs Innenstadt ganzjährig zu sperren. Ganz im Sinne von Andreas Hänjes (SPD), der das schon seit Jahren fordert. Auch Bürgermeister Gerald Brehm (JL) plädierte für eine ganzjährige Sperrung. Georg Reck (CSU) möchte die Regelung so lassen, wie sie derzeit ist und Teile des Marktplatzes offiziell zum Parken freigeben. Alexander Schulz (CSU) brachte die Bürgerbefragung in die Diskussion, erhielt Unterstützung von seinem Fraktionskollegen Günther Geyer und von Zweitem Bürgermeister Günther Schulz (JL). Der forderte, nach 30 Jahren Debattieren müsse man irgendwann zum Ziel kommen. Günter Schulz: "Der Bürger soll entscheiden, was er will."

Bürgermeister Gerald Brehm (JL) gab den Räten zu bedenken, dass sie sich bei jeder Regelung auch massive Vorwürfe anhören müssen. Wenn Corona überstanden ist, sollen Bürger und Geschäftsleute befragt werden. Bis auf Hänjes votierten alle für diesen Vorschlag.

Nachgekommen ist der Ausschuss dem Wunsch eines Anwohners, die großen Findlinge am Fuß- und Radweg neben dem Luderweiher in Höchstadt-Süd wieder so platzieren, dass weder Autos noch Lastwagen von der Fürther Straße auf den Weg einbiegen können. Die Steine sollen von einem Traktor unerlaubt zur Seite geschoben worden sein.