Im Rahmen der Planungen für den Stromtrassenbau der Firma Tennet TSO GmbH (Ersatzneubau 380/110-kV-Höchstspannungsleitung Redwitz-Schwandorf) fand Ende Januar in Kulmbach ein Erörterungstermin statt. Für die Marktgemeinde Marktleugast nahmen daran Bürgermeister Franz Uome und Roland Tiroch vom Bauamt teil, berichtete Bürgermeister Franz Uome am Montagabend dem Marktgemeinderat. Er habe noch einmal die Aussagen der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner und der beiden Landräte Klaus Peter Söllner (Kulmbach) und Oliver Bär (Hof) hinsichtlich der möglichen Folgeschäden für Mensch, Tier und Natur deutlich gemacht und auf die Lage der Marktgemeinde mit dem immensen Erholungsfaktor im Naturpark Frankenwald hingewiesen", so Uome.

Da die Planungen der Stromtrasse den Ortsteil Vorderrehberg regelrecht "umzingeln" und sehr nahe an die Wohnbebauung heranreichten, sei die Forderung nach einem Pilotprojekt in Sachen Erdverkabelung unabdingbar. "Diese würde noch die erträglichste Lösung darstellen. "

Sämtliche Einwände werden nun von der Regierung von Oberfranken in Abstimmung mit der Firma Tennet TSO ausgewertet und die Planungen eventuell geändert. Danach erfolgt der Planfeststellungsbeschluss (laut Regierung Anfang 2021), der in den Gemeinden ausgelegt wird. In diesem Zuge besteht dann die Möglichkeit, Klage zu erheben.

Das Haushaltskonsolidierungskonzept wird von der Marktgemeinde Marktleugast wie bisher fortgeführt. Kämmerin Mandy Knarr erläuterte das Konzept und nannte noch Änderungen, die hinzugekommen sind. Der Marktgemeinderat stimmte dem Haushaltskonsolidierungskonzept einstimmig zu.

Bürgermeister Franz Uome berichtete dem Ratsgremium vom Besuch der Projektgruppe "Marienweiher 16" im "Haus Johannisthal" in Windischeschenbach. Für das ehemalige Gasthaus "Weißes Lamm" ist ja eine Machbarkeitsstudie als zukünftiges "Begegnungszentrum" in Ausarbeitung. Nach den Worten Uomes wird diese etwa Mitte Mai 2020 vorliegen.

Wünsche der Jugendlichen

Jugendbeauftragter Michael Schramm beleuchtete in einem Bericht die Lebenssituation der circa 160 jungen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren in der Marktgemeinde Marktleugast. Viele seien in Vereinen aktiv und bereicherten dadurch das gesellschaftliche Leben und sicherten den Fortbestand der Vereinskultur. Er als Jugendbeauftragter sei Ansprechpartner für junge Leute aber auch für Eltern, um die Anliegen der jungen Generation zu hören und gegebenenfalls im Marktgemeinderat zu vertreten.

Im Oktober 2015 war die Zukunftswerkstatt zusammen mit dem Kreisjugendring durchgeführt worden. Wichtige Themen waren dabei unter anderem freies WLAN, ein Jugendtreff, die Verbesserung des ÖPNV, der Wunsch nach Kinoveranstaltungen zwei Mal im Jahr, Ausflügen und Aktionen. Einige der Anregungen wurden bereits umgesetzt. So fanden in Zusammenarbeit mit Vereinen 30 Jugendstammtische statt, des weiteren Grillaktionen, Bowling-Ausflüge, Kinoveranstaltungen und eine Casino-Nacht. Angestoßen wurde außerdem eine Initiative für Schüleraustausch und eine Schulpartnerschaft. Seit Juli 2018 gebe es eine Kinder- und Jugendseite im VG-Mitteilungsblatt sowie eine Kooperation mit der Grund- und Mittelschule Marktleugast mit der Jugendsozialarbeit.

In seinem Ausblick sprach Michael Schramm eine Neuauflage der Zukunftswerkstatt im Herbst 2020 an sowie die engere Zusammenarbeit mit der Schule und die Einrichtung eines festen Jugendtreffs. Bürgermeister Franz Uome bedankte sich bei Michael Schramm und Irina Klier für ihre Arbeit in den letzten Jahren.