Über hundert Buben und Mädchen der evangelischen Kindertagesstätte Vogelnest und des katholischen Kindergartens in Seubelsdorf kamen am Donnerstag anlässlich des Weltkindertages im Myconiushaus zusammen.

Ines Heumann, die Leiterin des Seubelsdorfer Kindergartens, informierte die Kinder über die Bedeutung des Weltkindertages, der auf die besonderen Bedürfnisse und vor allem auf die Rechte der Kinder aufmerksam machen will. Da an diesem Tag aber auch die Freundschaft unter den Kindern gefördert werden soll, trafen sich die Kinder der beiden Kindergärten wie schon in den letzten Jahren zu einem gemeinsamen Theaterbesuch.

Alle Kinder fieberten natürlich dem angekündigten Marionettentheater entgegen. Peter Grünholz aus Fürth, der schon in der sechsten Generation in diesem traditionsreichen Metier arbeitet und die an dünnen Fäden hängenden Puppen führt, machte zunächst zur Auflockerung mit den Kindern eine Kasperl-Aerobic, eine Begrüßungsgymnastik mit verschiedenen lustigen Anweisungen, ehe der Kasperl in dem Marionettentheater "Rumpelstilzchen" nach dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm als lustiger Geselle in Aktion trat.

Stroh zu Gold spinnen

In der Geschichte verlangte ein König von einer armen Müllerstochter, dass sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen Stroh zu Gold spinnen sollte, nachdem ihr ihr Vater großsprecherisch diese Fähigkeit zusprach. Als Belohnung würde sie dann seinen Sohn heiraten dürfen. In ihrer Verzweiflung kam ihr jeweils ein Männlein zu Hilfe, dem dieses Kunststück tatsächlich gelang. Als Entgegenkommen verlangte er am ersten Tag ihr Halsband, am zweiten Tag ihren Ring und am dritten Tag ihren zukünftigen erstgeborenen Sohn. Nachdem sie nach der Hochzeit mit dem Königssohn einen Sohn gebar, forderte das Männlein die Einlösung des Versprechens. Sollte sie allerdings innerhalb von drei Tagen seinen Namen erraten, dürfe sie das Kind behalten. Schließlich kam ihr der Kasper zu Hilfe, der das Männlein dabei beobachtete, wie es im Wald um ein Feuer tanzte und rief: "Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß'." Somit nahm die Geschichte ein Happy End.

Die Kinder verfolgten das Puppenspiel mit glänzenden Augen und hatten viel Spaß dabei. Zudem verstand es der Marionettenspieler immer wieder, sie durch Fragen in das Spiel mit einzubinden, so dass sie mit Begeisterung mitgingen. thi