Der Bericht zur Wahl des 2. Bürgermeisters des Markt Elfershausen warf Kritik auf. Insbesondere die Amtsniederlegung Jürgen Englerts als Koordinator der Arbeitskreise für die 1200-Jahr-Feier war Ansatz für Vermutungen und falsche Interpretation. Im Gespräch klärte der langjährige Vize-Bürgermeister die Situation.

Englert wurde in der konstituierenden Sitzung als 2. Bürgermeister zwar vorgeschlagen jedoch nicht gewählt. Das Ehrenamt ging an Christine Neeb-Wittmann, die die Wahl mit 8 zu 7 Stimmen gewann. Im Verlauf der Sitzung legte Englert seine Funktion als Koordinator sachlich, aber mit sofortiger Wirkung nieder. Dies interpretierte ein Gemeinderat so, dass Englert dies aus Enttäuschung tat.

Das ist nach Aussage von Jürgen Englert unrichtig. Der Betroffene begründet sein Handeln so: "Ich habe eineinhalb Jahre mit drei Arbeitskreisen für das Jubiläum zusammengearbeitet. Dazu musste ich des Öfteren die Verwaltung und den Gemeindebauhof hinzuziehen, wenn Verwaltungs- oder baulicher Aufwand gegeben war. Um solche Aufgaben vergeben zu können, benötigte ich Anweisungsfreiheit, die mir als 2. Bürgermeister gegeben war."

Weiter sagt er: "Als Gemeinderat habe ich diese Kompetenz nicht mehr und müsste bei jeder Unterstützungsleistung den Bürgermeister oder den Gemeinderat vorher befragen. Das ist zu kompliziert. Doch von Frust kann keine Rede sein, es sind die fehlenden Kompetenzen, die mich zu diesem Schritt bewegten", so der Betroffene, der hofft, dass die neu gewählte 2. Bürgermeisterin die Koordination der Arbeitskreise übernimmt, um den 1200. Geburtstag Elfershausens im nächsten Jahr feiern zu können.

"Der 1. Bürgermeister, Johannes Krumm, ist noch neu im Amt und hat viele Dinge vor der Brust wie den Bau des Feuerwehrgerätehauses und des Kindergartens, das Arzt-Hauses und zahlreiche andere Maßnahmen. Er sollte die Festvorbereitungen an seine Stellvertreterin delegieren, die mit entsprechender Entscheidungskompetenzen ausgestattet ist", rät Jürgen Englert.

Hätte er bei seiner Wiederwahl als Vize-Bürgermeister die Arbeitskreise weiter koordiniert? "Ja", sagt Jürgen Englert, "dann hätte ich die begonnene Arbeit zum Gelingen des Jubiläums weiterverfolgt, weil ich dann die notwendige Verantwortlichkeit gehabt hätte". heg