Seinen Mann stand der Landtagsabgeordnete und Entbürokratisierungsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Walter Nussel, auch als Feuerwehrmann - und dies sogar bei der Münchner Berufsfeuerwehr, der größten ihrer Art im Freistaat. Einen Tag lang, von 13 bis 23 Uhr, schlüpfte der Ehrenkommandant der Burgstaller Rothelme in die Uniform und verstärkte die Kameraden in der Hauptwache. Auf Einladung, aber auch aus Eigeninteresse konnte er sich im Einsatz ein Bild davon machen, wo es eventuell bürokratische Hürden gibt, die es abzubauen gilt. Viermal rückte der Burgstaller an diesem Tag mit aus. Bei einem schweren Verkehrsunfall musste sogar ein Schwerverletzter versorgt werden. Nussel gewann aber auch Einblicke in die integrierte Rettungsleitstelle, die für den gesamten Großraum München zuständig ist. Wie werden die Menschen am Telefon betreut? Wie funktioniert die Software vor allem jetzt zu Krisenzeiten? Auf all dies hatte der Politiker ein Augenmerk, der auch bei einem Gasaustritt in einem Gebäude und bei Benzingeruch in einem Keller tatkräftig mithalf. Ausrücken musste das Team außerdem, weil ein Lebensmüder gemeldet wurde, der sich in die Tiefe stürzen wollte. Dies wurde aber schon vor Eintreffen der Wehr verhindert. Dazwischen kam der Abgeordnete mit den Verantwortlichen ins Gespräch. Er erfuhr, wo der Schuh drückt und wo es Probleme gibt, die es aus der Welt zu schaffen gilt. Nussel will die Sorgen und Verbesserungsvorschläge an geeigneter Stelle vorbringen. red