Beim TSV Harsdorf ist wieder Theaterzeit. Die Laiendarsteller um Heike Schoberth-Wesser und Ramona Hofmann, die für die Theaterleitung verantwortlich sind, proben bereits eifrig. Am Samstag, 14. Dezember, um 20 Uhr ist Premiere für das Lustspiel mit dem vielsagenden Titel "Der Wiesenwalzen-Skandal".

Es ist fast alles beim Alten, was die Mitwirkenden angeht, mit einer Ausnahme, denn mit Wolfgang Schinköthe ist ein "Neuer" dabei, der aber schon in der letzten Theatersaison kurzfristig ausgeholfen hat: Wolfgang Schinköthe. Der frühere Rektor einer Volksschule in Bayreuth kam über den Männerverein Bayreuth-Altstadt zum Theater: "Irgendwann hieß es, wir bräuchten beim Theater einen Lehrer. Ich spielte mich damals selber, das war meine erste Rolle. Seitdem bin ich beim Männerverein in der Theatergruppe dabei. Wir spielen in Bayreuth jedes Jahr im November." Dass Wolfgang Schinköthe jetzt auch beim TSV Harsdorf in der Theatergruppe aktiv ist, liegt daran, dass zwischen den beiden Vereinen seit vielen Jahren eine tiefe Freundschaft besteht. Man besucht sich gegenseitig bei den Aufführungen.

Für Wolfgang Schinköthe war das Mitwirken bei der Harsdorfer Theatergruppe gigantisch, wie er selbst berichtet. "Ich mag die gesamte Truppe und habe mich vom ersten Moment an wohlgefühlt. Ich wurde aufgenommen, als wenn ich schon immer dabei wäre." Und mit der Übernahme einer kleinen Rolle - er spielt den Geschäftsführer im Lagerhaus - will Wolfgang Schinköthe jetzt auch ein Zeichen setzen: "Ich bin gern wieder dabei, aber wie lange ich das mache, weiß ich nicht, denn ich spiele auch noch Theater im Männerverein Bayreuth und werde im nächsten Jahr 70."

In dem Lustspiel, das die Harsdorfer demnächst auf die Bretter bringen, geht es um ein Lagerhaus, in dem ein korrupter Geschäftsmann sein Unwesen treibt. Über schwarze Kanäle bezieht er giftiges und längst verbotenes Pflanzenschutzmittel und verkauft es an die Bauern. Der Lagerhausverwalter möchte diese krummen Geschäfte unterbinden und lässt sich dafür Einiges einfallen. Allerdings hat er auch noch Einiges mit den ortsansässigen Landwirten und vor allem mit einer jungen landwirtschaftlichen Helferin zu tun. Die letzten Nerven kostet ihn eine Stammkundin zusammen mit dem Dorfpolizisten. Doch zum Glück unterstützt ihn dann eine liebenswürdige Sekretärin.

Heike Schoberth-Wesser ließ sich mit Ramona Hofmann und Heidi Dörfler sehr schnell von dem Stück inspirieren, nicht zuletzt auch deshalb, weil es einen landwirtschaftlichen Touch hat: "Wir haben ja im Moment gerade in der Landwirtschaft viele aktuelle Themen und wir dachten uns, so ein Stück bietet sich jetzt geradezu an."