Auf dem Weg von Glosberg nach Reitsch befindet sich eines der wenigen Fünfwundenkreuze im Frankenwald. Sie sind seit Jahrhunderten Ausdruck gelebter Volksfrömmigkeit und laden Wanderer zur Rast und zum Gebet ein.

Für die Pilger zur Glosberger Wallfahrtskirche Mariä Geburt ist dies immer wieder ein besonderer Ort, an dem man Kraft, Mut und Hoffnung schöpfen kann, vor allem in der aktuellen Corona-Krise. Und von diesem sakralen Schmuckstück – umrahmt von zwei stattlichen Bäumen – weitet sich der Blick ins Haßlachtal.

Deutlich erkennbar ist die symbolische Darstellung der fünf Wunden Christi . Die Tafel, die symbolisch das Christusantlitz zeigt, scheint magische Anziehungskraft zu besitzen. Sie wurde 2005 und 2020 von Unbekannten entwendet.

Nach Aussage des ehemaligen Kreisheimatpflegers Roland Graf ist das Fünfwundenkreuz vermutlich 1859 errichtet worden. Große Verdienste um den Erhalt – eine umfassende Sanierung erfolgte 2013 – erwarb sich der Glosberger Robert Baehr. Außerdem kümmerte sich seine Frau Marianne liebevoll um den Blumenschmuck. gf