Die Marktgemeinde Küps muss Kanäle erneuern. Dabei setzt man im „Melanger“ auf ein Verfahren, bei dem das Aufbuddeln der Straße entfällt.

Rund 600 000 Euro muss die Marktgemeinde investieren, um das Kanalnetz auf Vordermann zu bringen, hieß es in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Mittwoch. Im Bereich der Ortsstraße „Melanger“ müssen neue Rohre verlegt werden. Stefan Ströhlein vom Ingenieurbüro SRP präsentierte verschiedene Möglichkeiten, die Kosten werden hier auf etwa 10 000 Euro geschätzt.

Zu Beginn der Sitzung hatten die Mitglieder die Baustelle besichtigt. Die Baugrunduntersuchung hatte gezeigt, dass eine offene Bauweise dort nicht möglich ist. Somit muss ein Rohrvortrieb-Verfahren – eine geschlossene Bauweise – zum Einsatz kommen. Dabei bleibt die Oberfläche während der Bauarbeiten nahezu unberührt, mit diesem Verfahren können Leitungen verlegt werden, ohne dass Straßen aufgerissen oder Gräben gebuddelt werden müssen. Von einem Startschacht aus werden die einzubauenden Rohre Stück für Stück hydraulisch vorangetrieben. Haben die vollhydraulischen Zylinder ein Stahlbetonrohr verpresst, werden sie in ihre Ausgangsposition zurückgezogen und das nächste Rohr wird in den Startschacht hinuntergelassen, eingebaut und vorgepresst. Das Verfahren gilt nicht nur als sehr wirtschaftlich. Es bietet auch Vorteile für Anwohner und Autofahrer, da langfristige Straßensperrungen vermieden werden können.

Weiterhin besteht Handlungsbedarf bei den alten Wasserleitungen in der Küpser „Kugelgasse“ und am Schmölzer „Mühlberg“. Jonas Beetz vom SRP-Büro zeigte den Planungsstand auf. Demnach müssen in der Kugelgasse die Schieber erneuert werden, was aber bei 60 Jahre alten Gussleitungen keinen Sinn machen würde. Die Leitungen, so erklärte Beetz weiter, liegen wegen Aufschüttungen ganz tief unter der Erde und müssen erneuert werden. Die Kostenschätzungen beziffert er mit 266 000 Euro.

Im Bereich des Schmölzer „Mühlbergs“ seien Teilbereiche bereits erneuert worden. Nun soll der Rest erfolgen. Hier liegen die Kostenschätzungen bei 366 000 Euro. Bürgermeister Bernd Rebhan wies darauf hin, dass es hier im Rahmen der RzWas-Richtlinien Zuschüsse geben könne.

Am Anfang der Sitzung gab Bürgermeister Bernd Rebhan ( CSU ) einen Sachstandsbericht zu verschiedenen Baumaßnahmen . Bei der Sanierung der Gypsmühlstraße in Theisenort würden derzeit Bordsteine für die Straßen gesetzt. Die Arbeiten am Straßenunterbau sowie für die neuen Wasserleitungen seien fertiggestellt. Der Oberbau der Straße soll im Oktober asphaltiert werden, vorab aber würden noch Leerrohre für ein schnelles Internet verlegt.

Bei der Sanierung des Tiefbrunnens 1 in Küps wurde mit den Abbruch- und Tiefbauarbeiten begonnen, erklärte Rehban. Die Schwerpunkte der Maßnahme seien die Erneuerung des Tiefbrunnens und des Absetzbeckens, die Errichtung eines Brunnenhauses in Fertigteilkonstruktion und die Anbringung von einer zeitgemäßen Steuerungstechnik für die Anlage. Rebhan wies zudem darauf hin, dass während der Bauarbeiten die Wasserversorgung des Kernorts teilweise auf FWO-Wasser umgestellt wurde. Es sei aber geplant, die Maßnahme bis Ende 2021 abzuschließen und den Tiefbrunnen bald wieder in die Wasserversorgung mit einzubinden.

Bezüglich des Ausbaus der Kreisstraße 22 in Burkersdorf war er erfreut, dass die erste Asphaltschicht beim ersten Bauabschnitt, Steinberglein bis Einmündung Burgkunstadter Straße, angebracht wurde und somit für die Anlieger befahrbar ist. Kanal- und Tiefbauarbeiten würden im zweiten Bauabschnitt im Bereich Ruhstein bis zur Burgkunstadter Straße durchgeführt. Im Zuge dessen rüste das Bayernwerk die Stromversorgung auf Erdverkabelung um, zudem werden Leerrohre für ein schnelles Internet verlegt.

Weiterhin verkündete Rebhan, dass im Baugebiet „Lohäcker“ in Burkersdorf weitere vier Grundstücke verkauft worden sind. vs