Fränkische Polizei warnt: Auf diesen Portalen wird aktuell viel abgezockt

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So schützt du dich vor Betrugsfälle auf Kleinanzeigenportalen
Ihre Opfer finden die Betrüger häufig auf Kleinanzeigenportalen. (Symbolbild)
So schützt du dich vor Betrugsfälle auf Kleinanzeigenportalen
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Immer wieder werden Menschen im Internet betrogen. Auf bestimmten Plattformen häufen sich laut Ermittlern die Fälle.

Die Polizei in Franken warnt vor Betrugsmaschen im Online-Handel. Das Kommissariat für Cybercrime der Ansbacher Kriminalpolizei registrierte zuletzt mehrfach Betrugsfälle auf Kleinanzeigenportalen, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Demnach stehen primär die Verkäufer im Fokus der Betrüger. Auch die ING warnt vor dieser und anderen Betrugsmaschen.

Während eines scheinbar normalen, routinemäßigen Bezahlvorgangs tauchen plötzlich Links auf, die seriös wirken. Tatsächlich führen sie auf täuschend echt gestaltete Phishing-Seiten, auf denen Täter Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zum Online-Banking abgreifen wollen.

Betrugsfälle auf Kleinanzeigenportalen - so schützt du dich

Die Maschen sind laut Polizei raffiniert getarnt. Oft wird Druck aufgebaut, Dringlichkeit suggeriert oder eine besonders sichere Abwicklung über angebliche Zahlungsdienste vorgetäuscht. Funktioniert eine übliche Zahlungsmethode angeblich nicht, wird dem Verkäufer vorgespiegelt, der Artikel sei über die Funktion "Sicher bezahlen" gekauft worden. Das Opfer erhält eine E-Mail, die scheinbar vom Portal stammt, mit dem Hinweis, der Käufer habe den Artikel bezahlt.

Über einen Link wird der Verkäufer aufgefordert, das Geld "abzuholen". An diesem Punkt beginnt das Phishing nach Bank- oder Kreditkartendaten. Wer die geforderten Informationen eingibt, verliert im schlimmsten Fall sein Geld.

Das Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei warnt eindringlich und gibt folgende Tipps:

  • Verwende nur Bezahlmethoden, mit denen du vertraut bist und deren Funktionsweise du kennst.
  • Als Verkäufer bestimmst du die Bezahlmethode – nicht der Käufer.
  • Brich den Bezahlvorgang sofort ab, wenn du unerwartet oder ohne nachvollziehbaren Grund auf eine externe Internetseite weitergeleitet wirst.
  • Gib niemals deine Kreditkartendaten ein, wenn du eigentlich Geld empfangen sollst.
  • Kein seriöses Unternehmen schickt einen Link und fordert dich dann auf, dich mit deinen Zugangsdaten ins Online-Banking oder andere Accounts einzuloggen.
  • Brich den Vorgang unverzüglich ab, wenn du doch auf einen Link geklickt hast und anschließend nach Zugangsdaten gefragt wirst.
  • Online-Banking-Zugangsdaten, TANs und Passwörter dürfen niemals telefonisch weitergegeben werden – wer danach fragt, ist mit Sicherheit ein Betrüger.
  • Wenn du im Online-Banking Freigaben erteilen, prüfe etwa auf dem Handy genau, was du freigibst und ob es tatsächlich dem entspricht, was du veranlassen wolltest.
  • Übermittele online keine Ausweisfotos, nur weil Ihr Gegenüber angeblich Vertrauen schaffen will. Es sind persönliche Daten, mit denen Täter selbst betrügerische Handlungen begehen können.
  • Gestatte fremden Personen außerdem keinen Fernzugriff auf deinen Computer.
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