Bei der Jahreshauptversammlung der Soldatenkameradschaft (SK) Wallenfels konnten Erster Vorsitzender Christopher Zeuß 16 Mitglieder für jahrzehntelange Mitgliedschaft ehren. Gerade heute sei es nicht mehr selbstverständlich, einem Verein 40 oder 50 Jahre die Treue zu halten. Deshalb wurden auch schon Ehrungen für 10, 20, 25 und 30 Jahre durchgeführt, um den Mitgliedern zu zeigen, dass ihr Engagement gewürdigt wird.

Folgende Mitglieder wurden geehrt: 10 Jahre: Maximilian Zeitler, Mario Lutz, Marco Ebert, Phillip Fleischmann, Julian Leipold, Marcel Müller; 20 Jahre: Heidi Hader, Eva Stumpf, Hans Stöcker, Hilmar Schramm; 25 Jahre: Stefan Mähringer (Homerudl), Stefan Müller ; 30 Jahre: Thorsten Flake, Lars Dietrich; 40 Jahre: Frank Stumpf 50 Jahre: Roland Plotz.

Christopher Zeuß dankte allen, die in diesem eingeschränkten Jahr den Verein vor allem hinter den Kulissen so gut am Laufen halten. Wie nun die Aktivitäten der Soldatenkameradschaft aussehen, sei noch nicht vorauszusehen. Geplant seien natürlich alle kirchlichen Feste und eventuell als Nachtrag zum ausgefallenen 150-jährigen Bestehen ein Zapfenstreich mit Umzug. Doch werden auch diese Termine von Corona und dem Krieg in der Ukraine abhängen.

Bereits im Vorfeld der Versammlung hatte es in der Bevölkerung Diskussionen gegeben, was die Beteiligung der Ehrenkompanie mit ihren Waffen an der Fronleichnamsprozession angeht. Im Angesicht des Krieges sei dies keine gute Idee. Hier sagte Vorsitzender und Hauptmann Christopher Zeuß klipp und klar, dass dies eine kirchliche Veranstaltung ist und man sich als Friedenskompanie daran beteiligen werde. „Die Fronleichnamsprozession ist eine Demonstration des Friedens und dazu gehören auch wir“, war das klare Statement. Erster Bürgermeister Jens Korn betonte zum Thema Fronleichnam , dass dies eine gelebte Tradition sei, die in Wallenfels auf den 30-jährigen Krieg zurückgehe und man seit dieser Zeit nur für den Frieden marschiert sei. Man halte die Erinnerung daran lebendig und wollte das eigentlich nie wieder erleben. Deshalb sei die Teilnahme der Soldatenkameradschaft Wallenfels mit ihrer Ehrenkompanie auch ein Zeichen dafür, dass man als Gesellschaft wehrhaft sein kann. Fronleichnam soll deshalb eine große Friedensdemonstration sein. „Wir können und müssen diese Feste feiern und damit bewusst ein Zeichen des Friedens senden“, schloss Korn. Auch Pater Jan Poja ging kurz auf den Krieg in der Ukraine ein, er meinte, man leide mit der Bevölkerung, die ihre Liebsten verloren haben, und dies auf beiden Seiten. Viele Soldaten würden zu diesem Krieg gezwungen und er wünsche nichts sehnlicher, als dass der Friede zurückkommt. sd