Bei ihrer Jahreshauptversammlung wählte die Jagdgenossenschaft Marienroth eine neue Jagdvorstand. Der jahrelang als Kassier erfahrene Alfred Fiedler wurde zum neuen Jagdvorsteher gewählt, Stellvertreter wurde Matthias Weigelt. Zu Beisitzern wurden Tobias Fiedler und Rudolf Hofmann gewählt. Als Schriftführer fungiert Christian Engelhardt. Das Amt des Kassiers wurde an Tobias Fiedler übertragen. Kassenprüfer sind Josef Engelhardt und Helmut Stadelmann.

Waldschäden

Das in den vergangenen Jahren heiß diskutierte Hauptproblem Wildschäden, womit meistens Wildschweinschäden auf Wiesen und Feldern gemeint waren, nahm in der Vergangenheit sehr viel Zeit und auch Geld in Anspruch. Momentan blieb man davon allerdings nun weitgehend verschont, stellte Bürgermeister Stefan Heinlein fest. Jetzt bereite der miserable Zustand der Wege, die durch die Aufbringung und Abfuhr des Käferholzes stark gelitten haben, den Jagdgenossen große Sorgen, so Heinlein weiter. „Allerdings müssen wir an die Jäger appellieren, die Jagd auf das Rehwild und vor allem auch auf das vermehrt auftretende Rotwild zu forcieren. Unser Jagdrevier ist nach wie vor im roten Bereich, was den Verbiss und andere Schäden durch das Wild betrifft. Es soll hier den Jägern kein Vorwurf gemacht werden, wir wissen von ihren Problemen, die sie häufig am Jagen hindern“, betonte er.

Der Bürgermeister, der vorübergehend das Amt des Jagdvorstehers ausübte, nannte als Beispiele Lärm von Harvester-Holzerntemaschinen, die sportlichen Aktivitäten im Wald und vieles mehr. Was die Instandsetzung der Waldwege betrifft, sei er als Bürgermeister in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister von Teuschnitz nicht untätig gewesen und es sei beiden gelungen, bestmögliche Unterstützung von höheren Stellen zu erreichen.

Mitte Mai werden sich alle Jagdvorstände der Marktgemeinde Pressig versammeln und über die geplanten Maßnahmen informiert. Michael Schmidt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird dabei sein. Da die Wege zum Teil neu aufgebaut werden müssen, seien sehr aufwendige Maßnahmen erforderlich. Es kann aber mit 90 Prozent Förderung von staatlicher Seite gerechnet werden.

Die Versammlung beschloss im weiteren Verlauf, die bisherige Regelung den Reinertrag für Wegebau zu verwenden, beizubehalten. Als vordringliches Ziel bei Wäldern kristallisierte sich der Wegebau heraus. Karl-Heinz Hofmann