Ab Juli wird es wieder möglich sein, mit einem Bus auf den Muppberg zu fahren. Coronabedingt hatte die Muppberg-Linie in diesem Jahr eingestellt werden müssen. In der jüngsten Sitzung des Verkehrssenats in Neustadt gab Detlef Heerlein (Ordnungsamt) bekannt, dass die gesunken Corona-Infektionszahlen es zulassen, die Fahrten auf den Neustadter Hausberg wieder aufzunehmen.

Von Juli bis September fährt der Kleinbus jeweils mittwochs und freitags am Nachmittag zur Arnoldhütte. "Neben den bisherigen Abfahrtszeiten bleibt es auch beim Fahrpreis von zwei Euro für die einfache Fahrt", informierte Heerlein weiter.

"Grünes Licht" gab der Verkehrssenat für die Nutzung des Hockey- und Basketballplatzes im Freizeitpark als Verkehrsübungsplatz für die Neustadter Grundschüler. Bisher erfolgt der praktische Verkehrsunterricht auf einem privaten Parkplatz in der Austraße. Durch bauliche Maßnahmen kann diese Fläche nicht mehr genutzt werden.

Alexander Höhne von der Polizei in Neustadt erläuterte dem Gremium, warum das Areal im Freizeitpark eine nahezu optimale Lösung darstellt. Neben der dortigen Verkehrssicherheit sprechen Unterstellmöglichkeiten bei schlechtem Wetter und die vorhandenen Toiletten für den Freizeitpark.

Die Nutzung des ehemaligen Übungsplatzes in der Mühlenstraße sieht Alexander Höhne eher kritisch. Aus seiner Sicht ist die dortige Fläche zu klein. Hinzu kommt nach seinen Worten, dass dort ein sehr hoher "Parkdruck" herrsche. Es ist daher schwierig umzusetzen, dass alle parkenden Fahrzeuge vor Ausbildungsbeginn entfernt sind.

Auf Nachfrage von Bastian Schober (SPD) erläuterte Höhne, dass es notwendig sein wird, auf der Spielfläche Markierungen für die praktische Fahrradausbildung anzubringen. Eine Konfrontation mit Nutzern der Spielfläche wird nicht gesehen, da der Verkehrsunterricht immer vormittags außerhalb der Ferien stattfindet. Der Verkehrssenat schloss sich einstimmig der Meinung von Höhne an.

Gefährliche Situationen?

Eine Fahrschule hat darauf hingewiesen, dass im Einmündungsbereich Grüntalstraße/ Hermann-Löns-Weg zu nahe an der unübersichtlichen Kurve geparkt wird, was zu gefährlichen Situationen führen kann, da kein Begegnungsverkehr mehr möglich ist und zurückgestoßen werden muss. Es wurde beschlossen, auf etwa zehn Metern eine sogenannte Grenzmarkierung anzubringen, die ein Halten oder Parken verbietet.

Einstimmig wurde beschlossen, in der Thanner Straße nach dem Friedhofstor bis zur Einmündung "Am Brunnhügel" ein Parkverbot anzuordnen. Es kann dann in diesem Bereich nur noch ein Fahrzeug parken. Ausschlaggebend hierfür war, dass Fahrzeuge zu nahe an der Einmündung parken und damit die Sicht für Fahrer, die in die Thanner Straße einfahren wollen, stark eingeschränkt ist.

Die neu geschaffene Karl-Kiesewetter-Straße wird als "verkehrsberuhigter Bereich" ausgewiesen. Da für die angrenzende Knochstraße eine Sanierung ansteht, stellte sich für die Verkehrsbehörde die Frage, ob die Knochstraße ebenfalls in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt werden soll.

Dies hätte nach Worten von Detlef Heerlein auch Auswirkungen auf die Art und Weise der Sanierungsmaßnahmen. Im Verkehrssenat war man sich darüber einig, keine Entscheidung zu treffen, ohne mit den Anwohnern gesprochen zu haben.

Fortgeschritten sind die Planungen für einen provisorischen Mini-Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Eisfelder Straße/ Walter-Flex-Straße. Planerisch spricht nach Worten von Detlef Heerlein nichts gegen eine Umsetzung des bereits 2018 gefassten Beschlusses. Allerdings willdie Stadt mit der Durchführung warten, bis die Bauarbeiten im ehemaligen Märchenparkgelände soweit fortgeschritten sind, dass der Großteil des zu erwartenden Schwerverkehrs diesen Bereich nicht mehr tangiert.