Weil er eine Affäre hatte? Ehefrau (53) soll Mann mit Gift getötet haben

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Eine Frau aus Deggendorf steht im Verdacht, ihren Partner mit der Chemikalie Thallium-Sulfat vergiftet zu haben. Im Mordprozess am Landgericht Deggendorf geht es um die Hintergründe der Tat.

Mit einer hochgefährlichen Chemikalie soll eine Frau aus Deggendorf ihren Partner getötet haben. Der 53-Jährigen wird ab dem kommenden Dienstag (24. März 2026) vor dem Landgericht Deggendorf der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die ukrainische Staatsbürgerin des Mordes. Das Urteil könnte Anfang Mai verkündet werden.

Nach Ansicht der Anklagebehörde bestellte die Frau im November 2024 über das Internet bei einem in der Ukraine ansässigen Unternehmen Thallium-Sulfat, wie es in einer Mitteilung heißt. Im Januar 2025 soll sie ihrem Partner die farb-, geschmack- und geruchlose, hochgefährliche Chemikalie ins Essen oder in ein Getränk gemischt haben.

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Wie eine Justizsprecherin mitteilte, habe der Mann den Ermittlungen zufolge zunächst an Erkältungssymptomen gelitten. Dann habe sich sein Zustand so weit verschlechtert, dass er stationär behandelt werden musste und schließlich ins Koma fiel. Die Ärzte hätten nicht mit einer Vergiftung gerechnet und mangels zutreffender Diagnose vergeblich um das Leben des Patienten gekämpft. Erst nach dessen Tod sei der Verdacht auf Vergiftung aufgekommen.

Für das Verfahren sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Es sollen 48 Zeugen und fünf Sachverständige gehört werden. Die Tochter des Verstorbenen ist als Nebenklägerin an dem Prozess beteiligt.

Vorschaubild: © Armin Weigel/dpa