"Seit 247 Jahren steht das Kreuz hier. Wir vom Seniorenclub Kirchlauter wollen dazu beitragen, dass es noch lange hier sichtbar bleibt und wollen weiterhin mithelfen, die Werte unserer Heimat zu erhalten." Dies betonte der Leiter des Seniorenclubs Kirchlauter, Altbürgermeister Peter Kirchner, anlässlich der Sanierung und feierlichen Segnung des Wegkreuzes aus dem Jahre 1771.

Peter Kirchner erinnerte daran, dass der Platz früher anders ausgesehen und das Kreuz zur Seite auch noch Maria und den Lieblingsjünger Johannes, daneben knieend, gezeigt habe. Interessant sei auch, dass im gleichen Jahr auch noch an anderer Stelle in der Gemeinde ein Kreuz geschaffen worden sei. Dessen Darstellung zeige, dass man Jesus schon vom Kreuz abgenommen hat und er auf dem Schoß seiner Mutter liegt.

Leider seien die zwei Figuren Maria und Johannes an der Seite des jetzt renovierten Kreuzes von einem betrunkenen Kirchlauterer vor langer Zeit beschädigt worden. Man habe die Figuren damals zwar noch geflickt. Bei der Neuanlage und Teerung der Straßen im Jahre 1967 habe man den Platz jedoch ein wenig umgestalten müssen und deswegen auch die beiden Figuren entfernt. Nun präsentiere sich das Kreuz nach der erfolgreichen Sanierung durch die Firma Brecht aus Zeil wieder in einem schönen Zustand und werde sicherlich viele weitere Jahre überdauern.

Ein Ort der Besinnung

Peter Kirchner stellte den großen Gemeinschaftssinn des Seniorenclubs heraus. Er habe ihn schon gezeigt bei der Beleuchtung des Kirchturms, bei der Schaffung eines Wassersteins am Friedhof und jetzt auch bei diesem Kreuz. Auch in Zukunft wolle man der Gemeinschaft dienen und seinen Beitrag leisten. So kündigte er an, dass man im Jahr 2019 das Vortragsbild zur Vierzehnheiligen-Wallfahrt sanieren wolle.

Pfarrer Matthias Rusin segnete das Kreuz und betonte, dass viele Kreuze nicht nur am Wege stünden, sondern auch in den Häusern und in der Schule. Und man finde sie auch in den Herzen der Menschen. "Das Kreuz bleibt immer ein Zeichen, das uns herausfordert."

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler stellte heraus, dass man an diesem Kreuz auf dem Weg zur Kirche sich etwas von der Hektik der Zeit lösen und auch eine Möglichkeit zur Besinnung finden könne. Auf Anregung des Seniorenkreises und der beiden Gemeinderäte Marianne Baum und Robert Muckelbauer habe man auch im Gemeinderat darüber gesprochen und 10 000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt. Es gebe ja noch mehr Kreuzigungsgruppen, und hier denke er vor allem an die Kreuzigungsgruppe auf dem Weg von Neubrunn nach Pettstadt. Sie sei jedoch etwas schwieriger zu sanieren, weil sie unter Denkmalschutz stehe.