Ein uraltes Brauchtum lernten die Vorschüler der Kindertagesstätte Sankt Josef Kirchaich kennen. Sie besuchten den Hutzelhof von Franz Hümmer in Fatschenbrunn. Dort wird das Dörrobst (Hutzeln) nach alter Tradition hergestellt. Schon beim Betreten konnten die Kinder das Handwerk riechen. Die angeheizte Darre verbreitete einen leicht rauchigen Duft.

"Schön, dass ihr heute da seid", empfing Franz Hümmer die Kirchaicher Kinder und die Naturparkrangerin Verena Kritikos vor einem Stapel verschiedener Birnensorten. Gespannt wurden die Sorten verglichen und probiert, wie die Kita weiter mitteilte. Was aber Hutzeln sind, war immer noch nicht klar.

Anschließend ging es dann zum Birnenwaschen - ein wichtiger Arbeitsschritt. Dann wurde es aufregend. Sie betraten die Darre und sahen zum ersten Mal das Feuer lodern. Die Kinder erfuhren, dass die Birnen ganze drei Tage in der Hitze liegen, bevor sie Hutzeln werden. Das eigentümliche Aussehen sorgte erst für Skepsis. Dann wurde es Zeit zum Probieren. Ein mutiges Kind traute sich: "Das schmeckt ja wie Gummibärchen!"

Faszinierend fanden die Kinder auch die alten Birnbäume. Mit vier Metern Stammumfang brauchte es fast alle Kinder, um einen Baum zu umfassen. red