Die Gemeinde hat Sorgen. Kindergartennöte standen im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU). Kann die Tageseinrichtung "Haus Sonnenschein" erweitert werden? Das war eine der zu klärenden Fragen für die Ausschussmitglieder. Architekt Stefan Seiler stand dabei Rede und Antwort. Diskutiert wurde auch darüber, ob weitere Wohnmodule eine neue, zeitlich befristete Gruppe möglich machen könnten.

Zunächst sollte geklärt werden, ob eine Aufstockung auf den Modulen der bestehenden "Rappelkiste" sinnvoll wäre und wirtschaftlich wie bautechnisch weiter verfolgt werden solle. Davon riet Seiler aus verschiedenen Gründen ab und stieß dabei auf Zustimmung. Zudem stellte der "Sonnenschein"-Leiter Markus Ondra fest, dass sechs Module sowieso zu knapp sein würden, um Krippen- und Regel-Kinder gut zu betreuen. Man habe bereits heute schon einen Mangel an 20 Plätzen.

Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) gab zu, dass die Situation mindestens noch vier bis fünf Jahre angespannt bleiben werde. Dass es dann besser werde, sagten Fachleute voraus. Jedenfalls müssten Kosten und Nutzungszeit übereinstimmen.

Zwei Standorte könnten für eine zeitlich befristete Gruppe infrage kommen: einerseits auf dem südlichen Teil des Hartplatzes - rechtwinklig hinter der Rappelkiste. Diese Variante habe den Nachteil, dass der Platz für Schülerinnen und Schüler sowie Vereine nur noch eingeschränkt auf kleinerer Fläche genutzt werden könnte. Eine zweite Möglichkeit wäre der Bau auf dem anschließenden Schotter-Parkplatz im Pyramidenweg.

Ondra würde die Hartplatzversion bevorzugen, denn dort wären die Kinder geschützter. Architekt Seiler bekam vom IBU-Ausschuss den Auftrag, passende Pläne zu erstellen. ka