vera schiller Vergangenen Freitag lud die Stadt Forchheim zur Feier des Richtfests zum Neubau der Kindertagesstätte Carl Zeitler ein. Nach einem kurzen Besuch der bestehenden Kindertagesstätte nebenan wurde der Richtspruch gesprochen. Sowohl Veronika Bauer vom Hochbauamt der Stadt Forchheim als auch Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) freuten sich, dass es durch die Corona-Pandemie nicht zu Verzögerungen gekommen war.

Kinder feierten zuerst

Da es sich um einen Neubau neben einer bereits bestehenden Tagesstätte handelt, wollten die Verantwortlichen bei den Feierlichkeiten ein wenig unkonventionell vorgehen. Noch vor dem Richtspruch wurde so den Kindern der Einrichtung, die die Bauarbeiten seit Wochen neugierig verfolgt hatten und sich laut Erzieherin Nina Heinz kreativ mit dem Thema Baustelle auseinandergesetzt hatten, ein Besuch abgestattet. "Das heute ist ein wichtiger Schritt, den wir auch mit euch feiern wollen", erklärte Kirschstein den Kindern, bevor er in der Tagesstätte Gummibärchen verteilte.

Planungen konnten trotz der Pandemie eingehalten werden. Danach bedankte sich der Oberbürgermeister bei den Bauleuten der Firma Raab für ihr zügiges, fleißiges Arbeiten. Architekt Volker Rosbigalle und Veronika Bauer stimmten dem Lob zu. Nur durch den Einsatz der Bauleute konnte trotz der Corona-Pandemie verzögerungsfrei gearbeitet werden. Als Nächstes ist noch in diesem Jahr der Einbau der Fenster geplant. Dem folgt dann im kommenden Jahr der Innenausbau. Ab Januar 2022 sollen die ersten der 99 neuen Kindertagesstellenplätze vergeben werden können. Doch nicht nur zeitlich wurden bisher die Planungen eingehalten. Auch kostentechnisch bleibt der zweigeschossige Neubau laut Bauer im Rahmen des ursprünglich vorgesehenen Budgets von rund 4,6 Millionen Euro. Kirschstein zeigte sich zufrieden. Der gute Baufortgang sei ein weiterer Schritt in Richtung der Schaffung von genügenden Kindertagesstättenplätzen. Nun hoffe man nur noch auf ein weiteres zügiges Vorankommen und einen unfallfreien restlichen Bauverlauf.

Keine Grundsteinlegung

Für die Feierlichkeiten wurde als symbolischer Ersatz für die übersprungene Grundsteinlegung eine Art Zeitkapsel organisiert, die in den Trockenbau mit eingebaut werden soll. In ihr befinden sich tagesaktuelle Zeitungen aus der Region und einige Münzen. Dem Richtspruch schloss sich ein gemeinsamer Imbiss an.