Die Unabhängige Wählergemeinschaft-Freie Wähler der Gemeinde Wilhelmsthal hat bei der Aufstellungsversammlung am Sonntagabend im Gasthaus Punzelt in Effelter ihre Kandidaten für die Kommunalwahl nominiert. Die Liste umfasst zwölf Bewerber im Alter von 28 bis 61 Jahren. Angeführt wird sie vom Vorsitzenden des Ortsverbands Wilhelmsthal, Martin Wachter. Der 59-jährige Polizeibeamte freute sich über eine gute Mannschaft mit engagierten Kandidaten quer durch die verschiedenen Ortsteile sowie Alters- und Berufsgruppen.

Unter den Kandidaten sind auch interessierte "Neuzugänge". Bemerkenswert ist die hohe Frauenquote. Die jüngste Bewerberin ist die Controllerin Linda Kotschenreuther aus Wilhelmsthal mit 28 Jahren; die älteste die kaufmännische Angestellte Vera Ebert, ebenfalls aus Wilhelmsthal, mit 61 Jahren.

"Die Suche war sehr schwierig", räumte der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Wilhelmsthal ein. Einen eindringlichen Appell, sich mehr für die Zukunft der Gemeinde zu engagieren, richtete er gerade auch an die jüngeren Mitbürger. Wachter erläuterte die inhaltlichen Schwerpunkte des Wahlprogramms, wie eine Verbesserung des Mobilfunknetzes und Digitalisierung, was sich als nicht einfach gestalte. Jeder wolle Empfang haben. Solle aber ein Mast errichtet werden, sei die Aufregung groß. Für die Schließung "weißer Flecken" bei der schnellen Internetversorgung durch die Telekom seien etliche Ausschreibungen gelaufen. Die Umsetzung werde aber voraussichtlich erst in vier Jahren erfolgen.

Ein großes Ziel ist die Etablierung einer Senioreneinrichtung beziehungsweise Tagespflege in Wilhelmsthal. "Hier gab es bereits Vorgespräche im Gemeinderat", informierte er. Nun hoffe man darauf, dass ein Betreiber "anbeiße".

Dringend Verbesserungen bedürfe es für die Feuerwehr Wilhelmsthal. Die Problematik hinsichtlich des Feuerwehrgerätehauses, verbunden gerade auch mit der Parkplatzsituation in der Alten Schulstraße, sei hinreichend bekannt. Da es für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses kaum Zuschüsse gebe, bleibe ein Großteil an der Gemeinde hängen. In Steinberg gelte es, die Stege über die Kronach auf den Weg zu bringen. Ein wichtiges Thema sei fehlender Wohnraum in der Gemeinde. Dies betreffe vor allem das Angebot an Mietwohnungen.

Abschließend kündigte Wachter an, dass man vor allem aus Umweltschutzgründen bei diesem Wahlkampf weniger Plakate aufhängen werde. Er hoffe, dass sich auch andere Parteien dem anschließen. hs