Lange merkte man vom Jubiläum 900 Jahre Ramsthal wenig. Jetzt aber, kurz nach dem Jubiläumsfest, zieht eine weitere Veranstaltung die Besucher in den Weinort. Bereits in der 4. Auflage veranstaltet der Verein erLebenskunst vom 16. bis 24. Juli wieder eine Kunstwoche.

Nachdem in den beiden letzten Jahren keine entsprechenden Veranstaltungen durchgeführt werden konnten, passt die Veranstaltung gut in das Jubiläumsjahr. Unter dem Thema "Kunst im Wandel" suchen die Veranstalter eine neue Orientierung. Dazu meint der Vereinsvorsitzende Bernhard Gößmann-Schmitt: "Es wird nie mehr so sein wie es vor der Pandemie war". Damit meint er den Einfluss der digitalen Medien und der Kommunikation während der Pandemie, der viele Veränderungen gebracht hat.

Auch im Verein gibt es eine erneuerte Führungsmannschaft die ihre Akzente setzen will. Die mehr als 30 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler aller Kunstarten brennen darauf, dem Publikum endlich ihre Werke wieder live präsentieren zu können. Die Schirmherrschaft der Kunstwoche hat Landrat Thomas Bold übernommen. Er wird auch zur Eröffnung der Veranstaltung am Samstag, 16. Juli, um 14 Uhr ins Haus erLebenskunst kommen. Wie beim letzten Mal findet auch diesmal wieder ein Bildhauersymposium statt, das durch das Regionalbudget der Allianz fränkisches Saaletal gefördert wird. Im Hof der Bäckerei Kemmer zeigen drei Holzbildhauerinnen und ein Holzbildhauer ihr Können. Die Gemeinde hat die dazu erforderlichen Eichenstämme gestiftet.

Orlando Li Sanchez, der bereits bei der letzten Kunstwoche mit seinen Gipsfüßen für großes Interesse sorgte, hat sich auch diesmal eine besondere Aufgabe gestellt. Zusammen mit Moni Schaack motivierte er die Ramsthaler Kindergärten und die Einhard-Schule in Euerdorf, sich an der Schaffung von "Lebensrollen", die bemalt und dekoriert werden, zu beteiligen.

Kunst aus der Ukraine

Auch während der Kunstwoche können sich die Besucher an der Aktion beteiligen. Am Ende der Veranstaltung wird eine Vitrine mit einer Auswahl von Rollen ausgestellt werden. Auch andere Künstler bieten den Gästen die Möglichkeit, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Im Ort findet man wieder verschiedene Installationen. Auch eine aus der Ukraine geflohene Künstlerin, die momentan in Bad Kissingen lebt, stellt am Dorfplatz eine Luftballoninstallation aus.