Bernhard Panzer Kaum ein Thema kehrt so häufig in die Diskussionen über die Innenstadt zurück wie die Parkplatzfrage. Gibt's denn genügend, und sind sie attraktiv genug?, lautet die oft gestellte Kernfrage. Jetzt, nachdem sich der Stadtrat im Mai neu gebildet hat, wird die Debatte erneut angestoßen. Diesmal werfen die Freien Wähler eine Forderung in den Ring.

Ihrer Meinung nach ist durch den Wegfall des Hubmann-Parkplatzes (im Zuge der Großbaustelle Rathausneubau) eine Parkplatznot in der Innenstadt entstanden, die vor allem die Geschäftsleute zu spüren bekämen. Man könnte auch ganz schnell Abhilfe schaffen: Indem der Anwohnerparkplatz am Rahmberg für die Innenstadt-Kunden geöffnet wird. Ideengeber für den Antrag sind die beiden neuen Stadträtinnen Birgit Süß und Inge Weiß, beide auch Geschäftsfrauen aus der Innenstadt (der FT berichtete bereits ausführlich).

Im Stadtrat gehen die Meinungen auseinander. Das hat sich aus einer Befragung des FT unter jenen Mandatsträgern, die gleichzeitig einen besonderen Bezug zur Innenstadt haben, ergeben. Vor allem einer hat sich herausgetan: Erich Petratschek von der SPD. Ihm wurde die ganze Diskussion schlicht zu viel und so hat er sich zu einer Art Faktencheck entschlossen. Mit einem Messrädchen ausgestattet, hat er verschiedene Strecken zwischen einzelnen Parkmöglichkeiten und Zielen in der Innenstadt abgelaufen. Mit dem Ergebnis: Der Großparkplatz an der Schütt hat im Vergleich nicht nur nicht schlecht abgeschnitten, er war sogar näher als alle anderen Stellen (siehe FT-Bericht: "Faktencheck: So nah ist die Schütt").

Zwei Anträge zum Schluss

Die Sitzung des Bauausschusses am heutigen Mittwoch beginnt um 17 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen 24 Punkte, zunächst werden Baugesuche behandelt. Zum Schluss kommen dann zwei Anträge: einmal die Forderung der Freien Wähler nach "Sofortmaßnahmen zur Erhöhung der Parkplatzzahl in der Innenstadt" und zum anderen ein Vorschlag der CSU auf Tempo 30 "Am Buck".