"Nicht lange erzählen, einfach tun", so beschreibt Michael Otto die seiner Ansicht nach beste Möglichkeit, sich auf den Unterricht mit Asylbewerbern vorzubereiten. Viele Asylbewerber können weder lesen noch schreiben. Wie soll man ihnen beibringen, sich im Supermarkt zu verständigen oder doch das eine oder andere Wort, einen einfachen Satz an die Einheimischen zu richten? "In der Theorie gibt es viele Probleme, in der Praxis nur wenige", sagt Harald Hohl, Leiter des ehrenamtlichen Sprachkurses in Weißenohe.
Die Flüchtlinge sind in zwei Gruppen eingeteilt : mit Lese- und Fremdsprachkenntnissen und in die Analphabeten Gruppe. Diese ist auf maximal 14 Personen begrenzt. "Aufgrund der guten Fortschritte Einzelner kann die Gruppe öfter schon zweigeteilt werden", informiert Bürgermeister Rudolf Braun (FW). Zwei Mal wöchentlich für je zwei Stunden trifft sich jede Gruppe.