"Wir haben uns bewusst dafür entschieden in allen acht Ortsteilen eine Bürgerversammlung abzuhalten und jeden Ortsteil einzeln zu betrachten", begann Bürgermeister Mario Götz seine Ausführungen über die zurückliegenden und laufenden Projekte im Markt Oberthulba. Als erfreulich bezeichnete er die Entwicklung beim Einwohnerstand, der gegenüber dem Vorjahr um 67 auf nunmehr 5533 gestiegen ist. Davon wohnen 1785 in Oberthulba.

Positiv auch das Verhältnis Zuzüge 256 zu Wegzüge 175, in Oberthulba 124 zu 93. Im vergangenen Jahr gab es im Markt 41 Geburten und 33 Sterbefälle, in Oberthulba 18/17.

Der Markt Oberthulba hat 44 Beschäftigte; davon 23 Voll-zeit-, 18 Teilzeitbeschäftigte und drei Auszubildende. Stabile Schülerzahlen sorgten für den Erhalt der Grund- und Mittelschule, in der Offenen Ganztagsschule werden 44 Schüler betreut. Bei den Themen Mittagsbetreuung, Offene Ganztagsschule und Hort bestehe künftig noch Gesprächsbedarf, so Götz.

In Oberthulba gibt es 50 unbebaute Grundstücke, die sich alle in privater Hand befinden, im Markt fahre man die Strategie einer moderaten Schaffung von Baugrundstücken, wobei man Innen vor Außen stets im Auge habe. Beim Baugebiet "Innenbereich Quelle" habe man aktuell die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, sowie Träger Öffentlicher Belange abgeschlossen. Nächster Schritt sei die Aufarbeitung der eingegangenen Stellungnahmen.

Götz bezeichnete die Trinkwasserversorgung als die wichtigste Aufgabe der Kommune. Die Sanierung des Hochbehälters Oberthulba soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Der Markt Oberthulba ist Mitglied in beiden Allianzen, ging Götz auf das Regionalbudget ein. 18 Anträge seien insgesamt eingereicht worden, davon kamen zehn aus dem Markt Oberthulba. Für Oberthulba habe man das Budget verwendet, um die Attraktivität der Hundinghütte zu steigern. Um sich professioneller aufzustellen, soll die Touristische Arbeitsgemeinschaft Frankens Saalestück künftig als Zweckverband organisiert werden.

Erledigt und geplant

In Oberthulba sind die Spielfläche Kindergarten neu gestaltet und der Zugang zur Synagoge erneuert worden. Außerdem sind die Tore von Bauhof und Feuerwehr ausgetauscht und eine E-Bike-Ladestation am Marktplatz aufgestellt worden. Weitere Planungen im Ortsteil Oberthulba sehen den Umbau und die Neuvermietung Quellenstraße 14, ein Nutzungskonzept für den Marktplatz 2 und die Erschließung "Am Weidengässlein" vor.

In der anschließenden Diskussion störte sich Siegfried Gottwald am übermäßig starken Gras- und Unkrautwuchs beim Friedhof und beim Zugang zum Thulbataler, zwei Mal mähen würden da einfach nicht ausreichen.

Heinz Schrezenmaier ging der Landschaftsfraß für die Schaffung neuer Bauplätze zu weit. Er schlug vor, zu versuchen, die Bauplätze von Privat zu erwerben und dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen. "Wir können Niemanden zwingen zu verkaufen", entgegnete Götz und die Baupolitik würde im Markt Oberthulba stückweise und seriös betrieben. Junge Leute kämen immer wieder auf die Gemeinde zu und wollten hier bleiben, die Attraktivität für Oberthulba sei hoch.

Ob auch eine andere Variante für den geplanten Radweg Oberthulba-Hassenbach geprüft worden sei, wollte Rudi Schießer wissen. Nutzung und Förderung stünden bei Radwegen an erster Stelle, meinte Götz. Altbürgermeister Gotthard Schlereth brachte bei straßenbegleitenden Radwegen auch die soziale Sicherheit ins Spiel.

Wie lange die Brücke noch für Lkw über 30 Tonnen gesperrt bleibe, wollte Thomas Schlereth wissen, schließlich sei sie doch saniert worden. Bei der Sanierung hätte es sich um eine Maßnahme gehandelt, um die Brücke überhaupt bis 30 Tonnen befahren zu können, antwortete Götz. Um subjektiv zu hohe Geschwindigkeiten in der Hammelburger Straße ging es Jörg Halbig. Das gemeindeeigene Messgerät sei schon mehrfach dort aufgestellt worden, aber im Gemeinderat hätte man sich gegen die kommunale Verkehrsüberwachung entschieden.

Müllsammelaktion geplant

Abschließend kündigte Schottdorf für das nächste Frühjahr eine Müllsammelaktion an, bei der sich hoffentlich viele Jugendliche beteiligten. In der Marktscheune müsse eine neue Struktur geschaffen werden, dies könne eine Idee für das Regionalbudget 2022 sein.