Marion Krüger-Hundrup

Einige Tage sind nun vergangen, nachdem die Corona-Impfaktion in Stadt und Landkreis Bamberg gestartet ist. Und offensichtlich haben die Senioren und das Pflegepersonal die Impfung bestens überstanden: "Es geht allen gut, es gibt keine auffälligen Negativ-Symptome", erklärt Michael Münch. Er ist Pflegedienstleiter im Seniorenzentrum Albrecht Dürer in Bamberg, in dem Heimleiterin Christine Lechner am Sonntag als erste die Spritze bekam. Sie wollte damit "ein Signal geben für die anderen, die noch unschlüssig sind", wie sie sagte.

Tatsächlich haben nun auch die 20 Bewohner, die erst abwarten wollten, ihre Einverständniserklärung abgegeben, für demente Senioren der jeweilige gesetzliche Betreuer. Auch beim Pflegepersonal sei das Interesse an einer Impfung gestiegen, so Pflegedienstleiter Münch, der sich jetzt selber den Piks geben lassen will. Das werde im Januar zusammen mit den anderen geschehen, die ja nach der Erstimpfung 21 Tage später die zweite Dosis brauchen.

Heute in St. Josef Gaustadt

Auch im Seniotel Walsdorf ist die Freude groß über den problemlosen Verlauf nach der Impfung am Sonntag: "Uns geht es gut, keine auffälligen Symptome", bilanziert Pflegedienstleiterin Elena Becker. Sie selber sei auch geimpft worden: "Ich hatte nur leichte Schmerzen an der Einstichstelle bei Berührung, genau wie nach einer Grippeimpfung", führt sie als einzige Nebenwirkung an.

In dieser Woche ging die Impfaktion im Seniorenzentrum Antonistift in Bamberg und im Seniorenzentrum St. Kilian in Hallstadt weiter.

An heutigen Silvestertag wird das Impfteam im Seniorenzentrum St. Josef Gaustadt erwartet, in dem es bis jetzt keinen Corona-Fall gab. Von den insgesamt 55 Bewohnern lassen sich 52 impfen, wie Heimleiterin Schwester Telma Francis James sagt. Drei Senioren könnten aus gesundheitlichen Gründen wie etwa akute Erkrankung nicht geimpft werden. Bei den 50 Mitarbeitern sei das Interesse an einer Impfung "gemischt", so Schwester Telma.