Im Vorfeld der Trebgaster Gemeinderatssitzung besichtigte der Bauausschuss einige neuralgische Punkte im Gemeindegebiet. Der Ortstermin führte auch zur Problembrücke in Höhe des Siedlergrundstücks. Die Innenverschalung dieser Fußgänger-Verbindung zur Lindauer Straße ist noch aus Holz und muss durch ein verzinktes Eisengeländer ersetzt werden. Um auf die inzwischen erforderliche Höhe zu kommen, wird darauf ein Handlauf aus Edelstahl angebracht. Zusätzlich werden die vorhandenen Bodenbretter aus Holz durch einen Kunststoffbelag ersetzt.

Wesentlich aufwendiger könnte die Situation bei den beiden Sandsteinbrücken in Feuln und Waizendorf werden. Im Brückenbuch wird bei beiden die Sanierung der Fugen empfohlen. Bei einer Besichtigung durch Fachleute lag die Kostenschätzung für jede Brücke bei einem Betrag in größerer fünfstelliger Höhe. Die Räte wollen die nächste kleine Brückenprüfung abwarten und danach über das weitere Vorgehen entscheiden.

Für den bereits beschlossenen Neubau der Brücke über die Trebgast im Weiherweg ist Anfang Januar die Ausschreibung erfolgt. Die Maßnahme soll bis Ende Juni abgeschlossen werden.

Die Planungen für den Neubau des Kindergartens nahmen einen großen Raum bei der Gemeinderatssitzung ein. Nachdem eine zweite Variante bereits große Zustimmung aller Beteiligten fand, führten weitere Gespräche mittlerweile zu einigen Änderungen gegenüber der bisherigen Planung, die Ingenieur Matthias Schmidt vom gleichnamigen Architekturbüro dem Gremium vorstellte. Ganz wesentlich wirkte sich dabei die Anregung des Architekten der Landeskirche aus, der vorschlug, das vorhandene Grundstück größer auszunutzen, um das bisher vorgesehene Obergeschoss - und damit auch den Aufzug - überflüssig zu machen. Der Bau werde dadurch 80 000 Euro günstiger.

Schmidt betonte, dass von der Grundkonstellation alles gleich geblieben ist und auch am äußeren Erscheinungsbild sich nicht viel ändern wird. Gemeinderat Emil Lauterbach nahm die Änderungen sichtlich zufrieden zur Kenntnis. Er fühlte sich dadurch bestätigt, weil er von Anfang an gegen das Obergeschoss plädiert hatte. Zusätzlich schlug er vor, im Technikraum das Fenster durch eine Tür zu ersetzen, um bei Bedarf Ersatzteile nicht durch das ganze Haus transportieren zu müssen. Zusammen mit dem künftigen Hausherrn, Pfarrer Peter Ahrens, hielt er es auch für sinnvoll, im südöstlichen Bereich wieder einen überdachten Außenbereich mit zu berücksichtigen.

Der Gemeinderat stimmte der geänderten Planung zu und beschloss, den Förderantrag zu stellen und den vorzeitigen Beginn zu beantragen. Bürgermeister Werner Diersch sah darin "einen wichtigen Beschluss, der in die richtige Richtung zeigt." Kommentar von Zweitem Bürgermeister Albert Kolb: "Realistisch gesehen sind wir eigentlich nicht weiter als vor einem halben Jahr."

Für die Zeit des Umbaus wird der Kindergarten in das Kantorat umziehen. Die Proben der verschiedenen Chöre werden in die Räume der Gemeindebücherei verlegt, die derweil im Rathaus II in der Bahnhofstraße untergebracht wird.

Sanierung der Bahnhofstraße

Schleppend voran geht es mit der restlichen Gestaltung des Außenbereichs am Bahnhof. Im Rahmen des Bahnhofsumbaus hat auch der Oberflächenbelag in diesem Bereich stark gelitten. Das Vorhaben der Gemeinde, bei der Sanierung entlang des Bahnhofsgebäudes an der Seite der Trebgast mit Fördermitteln noch drei Stellplätze zu errichten, wird von der Regierung als nicht glücklich angesehen. Sie sieht Gefahrenpotenzial wegen der Ausstiegssituation zum vorbeiführenden Fußweg hin und eine beschränkte Wendemöglichkeit. Bürgermeister Werner Diersch: "Wir können bauen, was wir wollen, dann aber ohne Zuschuss." Bei einem Ortstermin schloss sich der Bauausschuss schließlich der Empfehlung der Regierung an, einen 2,50 m breiten Randstreifen mit Rasengitter entlang des Fußweges anzulegen, und zwar ab der Fußgängerbrücke zum Anwesen Bahnhofstraße 16 bis zum Ende des Bahnhofsgebäudes.

Die Oberfläche, die durch den Bahnhofsumbau in diesem Bereich stark gelitten hat, wird neu asphaltiert, wobei die Fachleute eine Auskofferung von 40 cm als ausreichend betrachten. Einhellige Meinung im Ausschuss: "Das ist ein Fußweg, da brauchen wir keine Autobahn bauen."